Workshop für Blechbläser mit Bozen Brass
Die 5 Blechbläser von Bozen Brass begeistern nicht nur ihr Publikum auf der Bühne. Sie haben auch ein Herz für Hobby- und auch Profimusiker und verhelfen ihnen in Workshops zu besseren bläserischen Ergebnissen.
Anton Ludwig Wilhalm, einer der beiden Trompeter von Bozen Brass, plaudert hier ein wenig über den Ablauf und die Hintergründe dieser Workshops für Blechbläser:
Frage: Wie lange gibt es diese Workshops schon, und wie oft macht ihr das im Jahr?
Antwort: Die Workshops gibt es schon seit 10 Jahren. Es sind 5 bis 10 pro Jahr. Aber jeder von uns macht auch noch alleine Workshops für sein Instrument.

Bild: Posaunen und Tenorhörner üben mit Stefan Mahlknecht
Frage: Wie seid ihr auf die Idee zu den Workshops gekommen?
Antwort: Das war ziemlich einfach - die Nachfrage bestimmt den Markt. Es gibt so viele Kapellen bei uns im Land, und die organisieren dann schon mal Fortbildungen für ihre Mitglieder.
Frage: Wie laufen die Workshops ab?
Antwort: Zu fünft können wir natürlich alle Blechblasinstrumente abdecken. Die Teilnehmer werden in 4 Gruppen aufgeteilt:
- Trompeten und Flügelhörner (mit Robert Neumair und Anton Ludwig Wilhalm)
- Waldhörner (mit Norbert Fink)
- Posaunen und Tenorhörner (mit Stefan Mahlknecht)
- Tuben (mit Toni Pichler)
Die Themen sind für alle Register gleich: Ansatz und Atmung. Dazu gibt es verschiedenen Übungen, Tipps und Tricks. Anschließend werden im Ensemble ein paar Stücke einstudiert, die am Ende des Workshops in einem kleinen Konzert vorgetragen werden.
Und meist gibt es dann am Abend auch noch ein Konzert von uns, von Bozen Brass.
Frage: Welche Ziele verfolgt ihr mit den Workshops?
Antwort: Auf der einen Seite wollen wir die Schwachpunkten und Probleme der Bläser erkennen, und auf der anderen Seite wollen wir die Musiker motivieren, und mit praktischen Tipps für ihr Hobby versorgen.
Frage: Kriegt ihr Feedback von den Teilnehmern?
Antwort: Ja, das mit der Motivation funktioniert und die Teilnehmer sind begeistert. Wir sehen das an vielen positiven Einträgen in unser Gästebuch. Viele freuen sich schon auf eine Wiederholung.
Frage: Wie ist bei euch die Beteiligung?
Antwort: Es kommt drauf an. Es sind meist 30 bis 50 Teilnehmer. Bei Musikvereinen ist die Resonanz sehr gut, andernfalls ist es manchmal schwer vorauszusagen. Es hängt natürlich auch davon ab, wie gut die Pressearbeit im Vorfeld ist.
Es soll aber auf keinen Fall zur Massenveranstaltung werden.
Bild: Mein Gesprächspartner, Anton Ludwig Wilhalm, konzentriert bei der Arbeit…
Frage: Wer kann euch buchen?
Antwort: Jeder Musikverein eigentlich, denn so kann dieser ja sicherstellen, dass alle Musiker die Fortbildung mitmachen. Und am Ende macht es auch tatsächlich allen Spaß.
Frage: Und euch macht es auch Spaß?
Antwort: Ja, sicher. Natürlich sind einige Workshops besser als andere. Aber es ist immer schön, wenn man etwas bewegen kann.

Bild: Robert Neumair dirigiert das Hochblech
Frage: Kannst du dich an besondere Erlebnisse bei einem der Workshops erinnern?
Antwort: Ab und zu entdeckt man ein tolles Talent.
Frage: Ihr seid ja nicht nur auf Südtirol beschränkt?
Antwort: Nein, absolut nicht. So hat uns die Musikschule Neckargemünd zu den Bläsertagen am 25. und 26. September 2010 eingeladen. Am Samstag findet der Workshop mit Teilnehmerkonzert statt, am Sonntag folgen verschiedene andere Konzerte, natürlich auch eins von Bozen Brass.
Übrigens: Die Webseiten von Bozen Brass werden gerade komplett überarbeitet. Zukünftig wird es sicher auch eine Seite zu den Workshops geben. Wann es soweit ist, wird es natürlich hier im Blog auch einen Bericht geben.



