Konzert der Militärmusik Tirol in Walchsee

Geschrieben am 15.08.2010 von Marion in der Kategorie Konzerte

Die Bundesmusikkapelle Walchsee konnte die Militärmusik Tirol für das Eröffnungskonzert ihrer Feier zum 150. Geburtstag gewinnen. Und so gab es eine teilweise Wiederholung des Bezirkskonzerts in Brixen, aber natürlich auch ein paar neue Dinge.

Der Reitstall des Dagnhofs war die Kulisse für das Konzert, dekoriert mit Achtelnoten und einem Notenschlüssel aus Stroh. Nach der Begrüßung durch den Obmann der Bundesmusikkapelle Walchsee startete das Konzert mit der “Wiener Philharmoniker Fanfare” von Richard Strauss. Darauf folgte – wie in Brixen – die “Militär Polonaise Nr. 1″ von Frédéric Chopin.
mmk tirol walchsee11 Konzert der Militärmusik Tirol in Walchsee
Zum Glück waren diesmal die Lautsprecheranlage besser und ein anderer Moderator eingesetzt, so dass mehr Informationen zu den Stücken gegeben wurden. So erfuhren die Zuhörer zum Beispiel, dass Johann Strauss vor 185 Jahren geboren und seine Operette “Waldmeister” vor 115 Jahren uraufgeführt wurde. Zwei Gründe also, die Ouverture dazu ins Programm aufzunehmen.

Auch der Vindobona Marsch von Karl Komzák wurde auch bereits in Brixen gespielt. In Walchsee gab es aber die zusätzliche Erklärung, dass darin das Lied “Lasst uns das Leben genießen” enthalten ist.

Der Konzertgalopp von Rudolf Kattnig passte natürlich besonders gut in die Reithalle. Darin verarbeitet der Komponist, der auch als Dirigent des Innsbrucker Sinfonieorchesters bekannt ist, Lieder und Volksweisen aus Kärnten.

Die Festmusik zu den Olympischen Spielen in Atlanta brachte wieder einen großen Einsatz für die 13 Trompeter der Militärmusik Tirol.

mmk tirol walchsee2 Konzert der Militärmusik Tirol in Walchsee

Anschließend folgte ein Czardas mit Posaunensolo. Hier hatte der Solist allerdings alleine einen schweren Stand gegen das große Orchester. An seinem musikalischen Können lag es allerdings nicht, denn anschließend durfte er noch den Hummelflug als Zugabe spielen.

Auch die Steel Drum war in Walchsee wieder mit dabei. Und der Moderator löste auch meine Frage von Brixen: Die Drum besteht aus Feinblech, in das Tonfelder eingearbeitet sind. Den Ursprung hat die Steel Drum in Trinidad, wo sie anfänglich aus leeren Ölfässern hergestellt wurden.
Die Freude, die die Schlagzeuger an ihrem Einsatz hatten, war wieder deutlich zu spüren und nett zu beobachten.

Filmmusik aus Batman und “Sing, sing, sing” folgten wie erwartet mit den Solopassagen für Trompete, Schlagzeug, Klarinette und Posaune. Erst dachte ich, dass der junge Klarinettist diesmal sein Solo viel souveräner zum Besten gab. Militärkapellmeister Hannes Apfolterer war aber scheinbar anderer Meinung. Von der Seite betrachtet schien es mir, als würde er seinem Musiker etwas zurufen, aber mit dem, was er zu hören bekam, nicht zufrieden zu sein. Immerhin ist er ja selber Klarinettist, aber…

Der offizielle Abschluß dieses Konzerts wurde wieder vom Marsch “Die Sonne geht auf” von Anton Ulbrich gebildet. Aber natürlich war das Konzert damit auch dieses Mal noch nicht zu Ende. Aber selbst zwei Märsche waren noch nicht genug. Erst nach “Leise klingt der Abend wieder, lieber Heiland gute Nacht” durften die Musiker von der Bühne und der Kapellmeister und die Musiker der ersten Reihe mit dem Obmann der Bundesmusikkapelle Walchsee das Schnapserl auf den gelungenen Festauftakt genießen.

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