<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	>

<channel>
	<title>Blasmusik-Blog</title>
	<atom:link href="http://blog.blasmusik360.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.blasmusik360.de</link>
	<description>Interessantes aus der Welt der Blasmusik</description>
	<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 21:00:50 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.7</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Faltenradio – Klarinette, Harmonika und einiges mehr</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/faltenradio-klarinette-harmonika/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/faltenradio-klarinette-harmonika/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 20:59:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=787</guid>
		<description><![CDATA[Im zweiten Kurs des Bläserurlaubs 2010 wurde am Dienstag Abend ein spezielles Konzert angeboten. Faltenradio stand auf dem Programm. Zuerst dachte ich an eine Teeny-Band, aber als dann bekannt wurde, dass das Faltenradio Klarinette und Harmonika spielt, war die Absicht, zum Konzert zu gehen, schon manifestiert.
Und – um es kurz zusammenzufassen – wer nicht hingegangen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im zweiten Kurs des Bläserurlaubs 2010 wurde am Dienstag Abend ein spezielles Konzert angeboten. Faltenradio stand auf dem Programm. Zuerst dachte ich an eine Teeny-Band, aber als dann bekannt wurde, dass das Faltenradio Klarinette und Harmonika spielt, war die Absicht, zum Konzert zu gehen, schon manifestiert.<br />
Und – um es kurz zusammenzufassen – wer nicht hingegangen ist, hat wirklich etwas ganz Tolles versäumt.</p>
<p><span id="more-787"></span>Was genau hat er versäumt? Das ist schwer in wenigen Worten zu sagen. Auf jeden Fall tolle Musik, denn wenn Matthias Schorn, seines Zeichens Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, und Alexander Neubauer, Klarinettist bei den Wiener Symphonikern, zu ihren Instrumenten greifen, müssen auf jeden Fall feinste Töne herauskommen. Aber es war nicht „nur“ ein anspruchsvoller klassischer Musikabend der zwei Wiener Klarinettengrößen. Mit im Boot von Faltenradio sind noch Alexander Maurer und Stefan Prommegger, beides ebenfalls studierte Musiker und Musiklehrer. Alle vier spielen nicht nur Klarinette, sondern auch Diatonische Harmonika, haben noch weitere Talente und  auch ihre Heimat und die Volksmusik nicht vergessen.</p>
<p>Vor drei Jahren waren alle vier beim Bläserurlaub als Dozenten versammelt, und dort wurde dann auch das <a title="Faltenradio" href="http://www.faltenradio.a" target="_blank">Faltenradio</a> aus der Taufe gehoben.</p>
<p>Der erste Teil des Konzerts ist eher klassisch geprägt und beginnt mit Mozart und den beiden  Wiener -onikern. Klassik zum Anfassen könnte man es nennen, denn Alexander Maurer klärt als charmanter, wortgewandter Moderator mit Sakko und roten Einstecktuch ein wenig über Mozarts Leben – genauer gesagt seine finanzielle Sitation – auf. Das war allerdings keine Moderation im klassischen Sinn, schon gar nicht abgelesen, sondern frei und wirklich bühnenreif, mit Betonung und Spannungsbogen bis zum nächsten Klarinettenton. Im Verlaufe des Konzert wechselt die Moderation, auch die drei anderen Musiker haben ihre Rollen für die Moderation mit Gestik, Mimik und Satzmelodie bestens gelernt und bringen wertvolle Informationen sowohl angenehm und zum Teil auch humoristisch rüber.<br />
Tolle Ideen sind dort zusammengekommen, und überhaupt keine Spur von Arroganz oder Starallüren. Im Gegenteil, man merkt allen vier Musikern an, dass es ihnen wirklich Spaß macht und dass es sich um eine echte Gemeinschaftsproduktion handelt – auch wenn jeder eine eigene Rolle spielen könnte. Matthias Schorn als stämmiger Fels in der Brandung, Alexander Maurer als blonder Engel mit wallendem Haar, Alexander Neubauer als Verantwortlicher für die kulinarischen Genüsse und Stefan Prommegger, der parallel noch in einer Boygroup singen könnte.<br />
Jeder Schlußapplaus gilt aber unisono dem Faltenradio als Ganzes – die spezielle Haltung beweist es.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-789" title="faltenradio-applaus" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/09/faltenradio-applaus.jpg" alt="faltenradio applaus Faltenradio – Klarinette, Harmonika und einiges mehr" width="700" height="343" /></p>
<p>Bassklarinette und Bassetthorn, wer kennt das schon außerhalb von Klarinetten-Insiderkreisen? So richtig „cool“ sehen diese Instrumente ja in der Tat nicht aus. Aber Faltenradio rückt sie in den Vordergrund und zeigt, dass man sie nicht nur im Sitzen und versteckt im Orchester spielen kann.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-790" title="faltenradio-2" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/09/faltenradio-2.jpg" alt="faltenradio 2 Faltenradio – Klarinette, Harmonika und einiges mehr" width="750" height="563" /></p>
<p>Ein Stück kommt dagegen völlig ohne Instrumente aus. Alle vier Musiker stehen am Bühnenrand und klatschen – in die Hände, auf ihre Beine oder den Oberkörper. Was man als Gaudi-Nummer hätte vermuten können, ist wirklich ganz ernst. Ohne eine Miene zu verziehen fixieren sie offenbar einen Punkt am Ende des Saals, um in ihren vielfältigen Klatsch-Rhtyhmen nicht durcheinander zu kommen. Fehlte eigentlich nur der Schuh-Plattler. Aber der kam später, als sich tatsächlich drei Musiker zu heimatlichen Ziach-Klängen bewegten. Selbst die Handhaltung hat gepasst, auch wenn die Hosenträger fehlten bzw. nur Alexander Maurer hinter der Ziach die 2. Halbzeit in Tracht absolvierte.</p>
<p>Aus dieser Klatsch-Nummer gab es einen nahtlosen Übergang zum nächsten Stück. Sicher mit einer festgelegten Reihenfolge löst sich die Reihe auf, holt ein Instrument und steigt damit wieder ins Geschehen ein.</p>
<p>Die besten der Profis können natürlich auch wunderbar mit Dynamik arbeiten und mit dem feinsten Piano und gezielten Lautsärkenwechseln Spannung aufbauen, erzeugen und auch wieder abbauen. Und wenn der blonde Alexander beim Solo für zwei Harmonikas, locker auf der Bühnenkante sitzend, auch noch die Augen schließt, meint man wirklich, er wäre ein Engelein&#8230;</p>
<p>Und Stefan Prommegger hätte man bei seinem Gesangssolo – ohne Mikrofon übrigens – leicht mit Morten Harket verwechseln können – sozusagen der a-ha-Effekt beim Faltenradio.</p>
<p>Kulinarisch ging&#8217;s zuweilen auch zu. Nicht nur, dass ein Stück „Dampfnudel und Rahmstrudel“ gehießen hat (haben soll?), sondern auch beim Carpaccio, einer musikalischen Vorspeisenmischung, die u.a. den Maxglaner Zigeunermarsch und den Ungarischen Tanz Nr. 5 toll miteinander verschmelzen liess. Wer die Stücke einzeln nicht kannte, wäre nie darauf gekommen, dass es sich hier um eine Mischung handelte. Aber da die Teilnehmer des Bläserurlaubs ja musikalisch fit sind, war es natürlich kein Problem, dem Publikum als Lösung der Quizfrage die Titel aller 4 enthaltenen Stücke zu entlocken.</p>
<p>Neben den Blas- und Tasteninstrumenten kamen bei Faltenradio auch Rythmusinstrumene nicht zu kurz. Die zwei Beat-Boxen wurden zwar die meiste Zeit als Sitze verwendet. Zwischendurch wurde aber auch auf ihnen getrommelt. In einer Urwaldszene sitzt Matthias Schorn im Schneidersitz,  schlummert vor sich hin und würde und ohne seine Klarinette als Stütze in den Händen wohl vorne überkippen. Alexander Neubauer imitiert mit seiner Bassklarinette die Vögel, während sein Vornamensvetter die Buschtrommel klopft. Die Weckrituale zeigen Wirkung und belohnen mit  einem Schorn&#8217;schen Klarinettensolo.<br />
Zum nächsten Stück zieht er die Schuhe aus und zeigt, dass auch Männer multitasking-fähig sind. Mit der linken Hand und den Knien hält und spielt er Klarinette, mit der rechten Hand trommelt er auf der Beat-Box.</p>
<p>Klassisch, volkstümlich und modern, die vier Musiker haben alle Richtungen in Perfektion im Angebot, wechseln die Besetzung und Instrumentierung, moderieren theaterreif und sorgen für etlich Lacher, ohne jemals zu übertreiben.</p>
<p>Faltenradio hat eine interessante musikalische Nische gefunden und erfolgreich belegt. Wer also von einem Faltenradio-Konzert (mehr oder weniger) in seiner Nähe hört, sollte sich sofort um Karten bemühen. Und solche Konzerte sind auch die Momente, wo man als Hobby-Musiker die Profis beneidet, die aus ihrem Beruf so tolle Sachen machen können – natürlich nur die ideenreichen Querdenker, die die ausgetretenen Pfade verlassen und Neues wagen.</p>
<p>An der kulinarischen Ader von Alexander Neubauer lag es letztendlich, dass das Konzert dann irgendwann sein Ende finden musste. Denn er hatte sein Sorbet aus dem Kühlschrank genommen, und das durfte natürlich nicht einer Unmenge an Zugagen zum Opfer fallen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/faltenradio-klarinette-harmonika/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Bläsermusik auf 1800 m Höhe - esBRASSivo am Wendelstein</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/blaesermusik-esbrassivo-wendelstein/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/blaesermusik-esbrassivo-wendelstein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 19:55:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=774</guid>
		<description><![CDATA[Bereits zum dritten Mal fand letzte Woche das Konzert von esBRASSivo auf dem Wendelstein statt. Feinste Blechbläsermusik und eine herrliche Aussicht vom Hausberg des Inntals lockten so viele Besucher an, dass der Veranstalter kurzerhand zwei Züge der Zahnradbahn einsetzte, um alle auf die Aussichtsterrasse zu bringen.
Wer bereits das esBRASSivo-Konzert in Stephanskirchen erleben durfte, für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits zum dritten Mal fand letzte Woche das Konzert von esBRASSivo auf dem Wendelstein statt. Feinste Blechbläsermusik und eine herrliche Aussicht vom Hausberg des Inntals lockten so viele Besucher an, dass der Veranstalter kurzerhand zwei Züge der Zahnradbahn einsetzte, um alle auf die Aussichtsterrasse zu bringen.<br />
Wer bereits das <a title="esBRASSivo-Konzert" href="http://blog.blasmusik360.de/kabarettreifes-konzert-esbrassivo/" target="_self">esBRASSivo-Konzert in Stephanskirchen</a> erleben durfte, für den war es sozusagen ein Da Capo mit Sonnenuntergang, aber auch mit kleinen Variationen, da esBRASSivo mal wieder ihre Fähigkeit zu Interaktion mit dem Publikum und Situationskomik unter Beweis stellten.</p>
<p><span id="more-774"></span><img class="aligncenter size-full wp-image-775" title="esbrassivo-wdst1" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/esbrassivo-wdst1.jpg" alt="esbrassivo wdst1 Bläsermusik auf 1800 m Höhe   esBRASSivo am Wendelstein" width="650" height="446" /></p>
<p>Der erste Teil des Konzerts wurde dann auch tatsächlich auf der Terrasse gespielt, obwohl es ziemlich kalt und windig war. Aber der Veranstalter wollte den Besuchern einerseits den Sonnenuntergang präsentieren und andererseits verhindern, dass die Luft im zum Konzertsaal umfunktionierten Panoramarestaurant zu schnell zu schlecht würde.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-776" title="esbrassivo-wdst2" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/esbrassivo-wdst2.jpg" alt="esbrassivo wdst2 Bläsermusik auf 1800 m Höhe   esBRASSivo am Wendelstein" width="650" height="488" /></p>
<p>So konnte man wenigstens auch mal die <a href="http://www.esbrassivo.de/shop.html" target="_blank">esBRASSivo-Jacken</a> mit der goldenen Stickerei bewundern, die die Bläser hinter den CDs in ihrem Shop ein wenig anonym anbieten.</p>
<p>Los ging das Konzert wieder mit der Fanfare und dem &#8220;Einzug der Königin von Saba&#8221;, der diesmal dem Einzug der Besucher auf den Wendelstein gewidmet wurde.<br />
Ein Marsch endet immer mit einem Trommelschlag, verriet Marinus Brückmann anschließend. Aber was tun, wenn es keine Trommel gibt? Richtig, das Publikum muss mit platzenden Papiertüten helfen. In Stephanskirchen sei das allerdings eine Katastrophe gewesen, so der Moderator weiter. Vielleicht lag es an der klaren Bergluft, dass es auf dem Wendelstein tatsächlich ein (fast) einheitliches &#8220;Peng&#8221; am Ende des Marsches gab.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-777" title="esbrassivo-wdst3" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/esbrassivo-wdst3.jpg" alt="esbrassivo wdst3 Bläsermusik auf 1800 m Höhe   esBRASSivo am Wendelstein" width="650" height="565" /></p>
<p>Anschließend folgte wieder die Geschichte von den vielen Auslandsreisen des Quintetts, den Sprachschwierigkeiten und dem Notenfund im Hotel Sacher in Salzburg. Wolfis Kleine Nachtmusik hätte kein besseres Timing haben können, denn pünktlich zum letzten Ton begab sich dann auch die Sonne zur Nachtruhe, nachdem sie vorher für atemberaubende Farbtöne am Himmel gesorgt hatte.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-778" title="esbrassivo-wdst4" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/esbrassivo-wdst4.jpg" alt="esbrassivo wdst4 Bläsermusik auf 1800 m Höhe   esBRASSivo am Wendelstein" width="650" height="488" /></p>
<p>Tom Stadler hatte wieder die schwierige Aufgabe, die Zusammenhänge zwischen den zwei folgenden Stücken, die eigentlich aus 3 und 4 Stücken bestehen, klar zu machen. Derweil kämpften die Kollegen mit den Notenblättern, um sie vor dem Wind zu sichern. Aber echte bayerische Western-Helden schaffen das leicht, vertonen Schüsse, Pferde und Elefanten, spielen auch einhändig Trompete und hindern das Notenblatt am Boden mit dem Fuß am Wegfliegen.</p>
<p>&#8220;Putting on the Ritz&#8221;, der Song über die gut gekleideten Menschen im Hotel Ritz folgte anschließend, unterstützt durch einen wärmenden Glühwein für die Musiker. Aber Rettung war in Sicht, denn die Zuhörer hatten es sich mit ihrem Beifall schon verdient, den zweiten Teil des Konzerts im Saal zu hören. Und so bildete passend zum Wetter auch eine Adventsweise den Schlußpunkt der ersten Halbzeit.<br />
Die Ankündigung, dass nur diejenigen, die eine CD kaufen würden, Einlass in den Saal bekommen, wurde dann doch nicht so ernst genommen, auch wenn Tom mit dem roten Rollkoffer schnell wie die Feuerwehr von der Bühne in den Gang sprintete.</p>
<p>Drinnen konnte - wer wollte - auf Tuchfühlung mit den Musikern gehen und sogar in den Noten mitlesen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-779" title="esbrassivo-wdst5" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/esbrassivo-wdst5.jpg" alt="esbrassivo wdst5 Bläsermusik auf 1800 m Höhe   esBRASSivo am Wendelstein" width="650" height="488" /></p>
<p>Nachdem es ja heißt, dass es für das eigene Spiel hilfreich ist, wenn man sein Instrument hört, hoffe ich mal wieder, dass mein Platz dafür gesorgt hat, dass ein bisschen trompeterisches Können auf mich abgefärbt hat.<br />
Die &#8220;Leichte Kavallerie&#8221; und der &#8220;Libertango &#8221; eröffneten den zweiten Teil des Bergkonzerts. Nun galt es, nicht mehr den ganzen Berg zu beschallen, sondern die Lautstärke an den Raum anzupassen, so dass auch in den hinteren Reihen noch genug ankam, aber die Zuhörer in den vorderen Reihen nicht taub nach Hause gehen würden.<br />
Und dann <img class="alignleft size-full wp-image-780" title="esbrassivo-marinus" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/esbrassivo-marinus.jpg" alt="esbrassivo marinus Bläsermusik auf 1800 m Höhe   esBRASSivo am Wendelstein" width="300" height="334" />- gefundenes Fressen für Marinus am Mikrofon - im Zuschauerraum klingelt ein Handy. Sofort musste die Dame beichten, wer da angerufen hatte (die Tochter) und ein paar Frotzeleien verkraften. Aber esBRASSivo nahm&#8217;s natürlich leicht, nutzte es für Situationskomik und widmete ihr anschließend das nächste Stück:</p>
<p>&#8220;The Rose&#8221;, am Anfang zum Ausruhen für die Hochblech-Bläser, die für ihre begleitenden Achtelbewegungen sitzen bleiben konnten, während die anderen drei - allen voran Marinus, diesmal am Horn - das Stück prägten. Aber dann kam auch noch Bewegung ins Hochblech, aufstehen, Solo spielen, zu zweit nach vorne treten und sich beklatschen lassen.</p>
<p>Marinus musste auch nach diesem Stück weiter moderieren, da Co-Moderator Tom für kleine Jungs musste. Angeblich, denn eigentlich ging es ihnen wie Franz Posch beim Radio Tirol Almtag am Sonntag voher. Er wäre ja so gerne auf die Toilette gegangen, aber er konnte nicht&#8230;.weil kein Bier den Weg zu ihm gefunden hatte.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-781" title="esbrassivo-tom" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/esbrassivo-tom.jpg" alt="esbrassivo tom Bläsermusik auf 1800 m Höhe   esBRASSivo am Wendelstein" width="400" height="300" />Wer aber dem Tom in der Pause auf die Hosentasche geschaut hatte, konnte schon ahnen, was kommen musste - zumal nach der Ankündigung des WM-Lieds.</p>
<p>Mit einer schwarz-rot-goldenen Vuvuzela marschierte er ein. Und, die Bayern wissen es ja eh: &#8220;Wer ko, der ko&#8221;&#8230;sogar einer Plastiktröte mehrere brauchbare Töne entlocken, die sich harmonisch in das Spiel der Kollegen einfügen.</p>
<p>Auf dieses Stück der leichten Unterhaltung folgte ein weiteres Stück aus dieser Kategorie&#8230;Bachs  Brandenburgisches Konzert&#8230; Im Flügelhorn sah es jedenfalls ziemlich schwarz aus, mit vielen Sechzehntel-Läufen.</p>
<p>Die von Marinus in Stephanskirchen dargestellten Assoziationen zu &#8220;Music to watch girls by&#8221; mochte er diesmal nicht wiederholen. So blieb es der Phantasie der Zuhörer überlassen, die Mädchen vor dem geistigen Auge vorbeiziehen zu lassen. Anderer Tag, andere Mädchen - mir kam es vor, als wären diesmal eher die lauten und schrillen Vögel vorbeigezogen.</p>
<p>Korbinian Weber hatte abschließend in &#8220;Der rote Sarafan&#8221; wieder eine Doppelrolle als Dirigent und Solo-Trompeter.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-782" title="esbrassivo-korbinian-dirigent" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/esbrassivo-korbinian-dirigent.jpg" alt="esbrassivo korbinian dirigent Bläsermusik auf 1800 m Höhe   esBRASSivo am Wendelstein" width="300" height="391" /> <img class="alignright size-full wp-image-783" title="esbrassivo-korbinian-solo" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/esbrassivo-korbinian-solo.jpg" alt="esbrassivo korbinian solo Bläsermusik auf 1800 m Höhe   esBRASSivo am Wendelstein" width="300" height="367" /></p>
<p>Ein bisschen eng war es, aber ein Herr in der ersten Reihe war so freundlich, die Trompete während des Dirigats zu halten. Und so klappte der Wechsel vom virtuellen Taktstock auf die reale Trompete allerbestens.</p>
<p>Die Töne flogen nur so dahin mit kaum sichtbaren Bewegungen der Finger.</p>
<p>Nachdem bis zur angesetzten Rückfahrt der Zahnradbahn noch genug Zeit war, gingen sich noch einige Zugaben aus. Der Tiger Rag für wütende Solo-Tuba eröffnete den Reigen. Es folgte Bachs Fuge wieder mit der Erklärung zum Meniskusschaden von Bach, was Tom die Bezeichnung &#8220;kranker linker Fuß&#8221; einbrachte. Mit dem hatte er wohl nicht gerechnet. Aber der späte Einstieg hatte für ihn den großen Vorteil, dass er die Zeit nutzen konnte, um das inzwischen eingetroffene Bier zu probieren.</p>
<p>&#8220;That&#8217;s a Plenty&#8221; war bei der dritten Zugabe auf dem Notenblatt von Josef Lang zu lesen. Goldene Blechbläser wurden da zu goldenen Saxophonen und zauberten ein Jazz-Feeling ins Bergrestaurant.</p>
<p>Eigentlich hätte es noch Stunden so weitergehen können, zumal Marinus versicherte, dass die Bahn erst fahren würde, wenn sie drin wären. Aber da ja doch alles ein Ende hat, war auch diesmal Mr. Sandman wieder der Rausschmeißer - jedenfalls vom Gipfel. Denn wer das Glück hatte, die erste Bahn zu erwischen, durfte wohl eine musikalische Talfahrt erleben. Und wem das - wie mir leider - nicht vergönnt war, der hat aber zumindest auf dem Bahnsteig des Talbahnhofs noch &#8220;Guten Abend, Gute Nacht&#8221; hören dürfen.</p>
<p>Die Freude an der Musik hatte an diesem Abend also mal wieder Hochkonjunktur, bei den Musikern ebenso wie bei den Zuhörern. Mal schauen, wann es das nächste Wiederhören mit frechem Blech und esBRASSivo gibt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/blaesermusik-esbrassivo-wendelstein/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Sommernachtsserenade mit Blechbläserquintett EsBRASSivo</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/sommernachtsserenade-blechblaeserquintett-esbrassivo/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/sommernachtsserenade-blechblaeserquintett-esbrassivo/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 20:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=766</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich hätte es eine laue Sommernacht auf der Landesgartenschau in Rosenheim werden sollen, die mit Blechbläsermusik von esBRASSivo, Gesang und Klaviermusik verwöhnen sollte. Der Wettergott erforderte allerdings eine Verlegung der Serenade in den Stucksaal des Rosenheimer Ballhaus.
Da sich esBRASSivo diesmal aber von seiner klassischen Seite zeigte, passte das Ambiente bestens - und die Akustik war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hätte es eine laue Sommernacht auf der Landesgartenschau in Rosenheim werden sollen, die mit Blechbläsermusik von esBRASSivo, Gesang und Klaviermusik verwöhnen sollte. Der Wettergott erforderte allerdings eine Verlegung der Serenade in den Stucksaal des Rosenheimer Ballhaus.</p>
<p><span id="more-766"></span>Da sich <a href="http://www.esbrassivo.de" target="_blank">esBRASSivo</a> diesmal aber von seiner klassischen Seite zeigte, passte das Ambiente bestens - und die Akustik war im Saal natürlich auch besser als auf der Freiluftbühne.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-767" title="esbrassivo" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/esbrassivo.jpg" alt="esbrassivo Sommernachtsserenade mit Blechbläserquintett EsBRASSivo" width="500" height="217" />Einzig das Fotografieren wäre im Freien besser gewesen, deshalb hier auch nur ein mehr schlecht als rechter Eindruck des Geschehens auf der Bühne.</p>
<p>Es war ein tolles Konzert, das viele interessante musikalische Eindrücke zu bieten hatte. So traten die verschiedenen Gruppen natürlich alleine auf. Interessant war aber auch das Zusammenspiel.</p>
<p>Carmina Burana für großen Chor und Blechbläserquintett war das Eröffnungsstück, und das klang schon fast wie ein Weihnachtskonzert. Die Bläserklänge fügten sich perfekt in den Gesang ein und konnten an anderen Stellen solistisch glänzen.</p>
<p>Ähnlich gelungen war auch das Zusammenspiel von esBRASSivo mit den anderen Musikern bei &#8220;Don&#8217;t cry for me Argentinia&#8221;. Die Einleitung war als Solo für Blech gestaltet. Danach kam die Gesangssolistin mit Klavierbegleitung zum Zug, bevor esBRASSivo ebenfalls die Begleitung übernahm. Blechbläser können also auch so leise spielen, dass eine Sängerin dabei eine faire Chance hat, Gehör zu finden.</p>
<p>Die Sänger zeigten danach, dass Volkslieder durchaus für anspruchsvolle Konzerte geeignet sind, bevor esBRASSivo den Abschluss des ersten Teils der Serenade lieferten. Vier Sätze aus Händels Wassermusik standen auf dem Programm. Genug Zeit für die Zuschauer in den vorderen Reihen, die lila Schnürsenke vom Tubisten Tom Stadler zu bewundern. Der Grund dafür ist mir noch nicht klar, mir fiel nur &#8220;typisch Tubist&#8221; ein - kürzlich gehört aus Trompetermund, wenn auch in anderem Zusammenhang&#8230;.</p>
<p>Mit Barock, Händel und esBRASSivo startete auch der zweite Teil der Sommernachtsserenade. Nun war es die Feuerwerksmusik, zu der sich die Zuhörer das große Brilliantfeuerwerk allerdings nur vorstellen mussten. Aber die Musik war natürlich auch alleine glänzend.</p>
<p>Nach verschiedenen Gesangs- und Klavierstücken kam esBRASSivo mit Mozarts Kleiner Nachtmusik wieder auf die Bühne. Das war das Stück aus der Mauer im Hotel Sacher, wie wir im letzten <a href="http://blog.blasmusik360.de/kabarettreifes-konzert-esbrassivo/" target="_self">esBRASSivo-Konzert</a> gelernt haben&#8230;.aber die Moderation der Sommernachtsserenade lag bei Wolfgang Binder und war eher ernst.</p>
<p>Nach jeweils einem weiteren Solostück für die anderen Gruppen folgte &#8220;Guten Abend, Gute Nacht&#8221; als abschließendes Gemeinschaftsstück für Blechbläser, Sänger und Pianisten.</p>
<p>Der Beifall des Publikums war riesig, und eigentlich wäre noch die eine oder andere Zugabe gewünscht gewesen. Aber der Organisator meinte, dass auf dieses Abschluß-Stück einfach nichts mehr folgen könnte.</p>
<p>esBRASSivo hätte sicher noch das ein oder andere Stück im Angebot gehabt, aber es war ja kein Solo-Konzert, sondern ein gemeinschaftliches Werk. Aber das nächste esBRASSivo-only Konzert kommt bestimmt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/sommernachtsserenade-blechblaeserquintett-esbrassivo/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Konzert der Militärmusik Tirol in Walchsee</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/konzertmilitaermusik-tirol-walchsee/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/konzertmilitaermusik-tirol-walchsee/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 19:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=758</guid>
		<description><![CDATA[Die Bundesmusikkapelle Walchsee konnte die Militärmusik Tirol für das Eröffnungskonzert ihrer Feier zum 150. Geburtstag gewinnen. Und so gab es eine teilweise Wiederholung des Bezirkskonzerts in Brixen, aber natürlich auch ein paar neue Dinge.
Der Reitstall des Dagnhofs war die Kulisse für das Konzert, dekoriert mit Achtelnoten und einem Notenschlüssel aus Stroh. Nach der Begrüßung durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesmusikkapelle Walchsee konnte die Militärmusik Tirol für das Eröffnungskonzert ihrer Feier zum 150. Geburtstag gewinnen. Und so gab es eine teilweise Wiederholung des <a href="http://blog.blasmusik360.de/abendkonzert-militaermusik-tirol-brixen/" target="_self">Bezirkskonzerts in Brixen</a>, aber natürlich auch ein paar neue Dinge.</p>
<p><span id="more-758"></span>Der Reitstall des Dagnhofs war die Kulisse für das Konzert, dekoriert mit Achtelnoten und einem Notenschlüssel aus Stroh. Nach der Begrüßung durch den Obmann der Bundesmusikkapelle Walchsee startete das Konzert mit der &#8220;Wiener Philharmoniker Fanfare&#8221; von Richard Strauss. Darauf folgte - wie in Brixen - die &#8220;Militär Polonaise Nr. 1&#8243; von Frédéric Chopin.<br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-761" title="mmk-tirol-walchsee11" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/mmk-tirol-walchsee11.jpg" alt="mmk tirol walchsee11 Konzert der Militärmusik Tirol in Walchsee" width="650" height="286" /><br />
Zum Glück waren diesmal die Lautsprecheranlage besser und ein anderer Moderator eingesetzt, so dass mehr Informationen zu den Stücken gegeben wurden. So erfuhren die Zuhörer zum Beispiel, dass Johann Strauss vor 185 Jahren geboren und seine Operette &#8220;Waldmeister&#8221; vor 115 Jahren uraufgeführt wurde. Zwei Gründe also, die Ouverture dazu ins Programm aufzunehmen.</p>
<p>Auch der Vindobona Marsch von Karl Komzák wurde auch bereits in Brixen gespielt. In Walchsee gab es aber die zusätzliche Erklärung, dass darin das Lied &#8220;Lasst uns das Leben genießen&#8221; enthalten ist.</p>
<p>Der Konzertgalopp von Rudolf Kattnig passte natürlich besonders gut in die Reithalle. Darin verarbeitet der Komponist, der auch als Dirigent des Innsbrucker Sinfonieorchesters bekannt ist, Lieder und Volksweisen aus Kärnten.</p>
<p>Die Festmusik zu den Olympischen Spielen in Atlanta brachte wieder einen großen Einsatz für die 13 Trompeter der Militärmusik Tirol.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-762" title="mmk-tirol-walchsee2" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/mmk-tirol-walchsee2.jpg" alt="mmk tirol walchsee2 Konzert der Militärmusik Tirol in Walchsee" width="700" height="267" /></p>
<p>Anschließend folgte ein Czardas mit Posaunensolo. Hier hatte der Solist allerdings alleine einen schweren Stand gegen das große Orchester. An seinem musikalischen Können lag es allerdings nicht, denn anschließend durfte er noch den Hummelflug als Zugabe spielen.</p>
<p>Auch die Steel Drum war in Walchsee wieder mit dabei. Und der Moderator löste auch meine Frage von Brixen: Die Drum besteht aus Feinblech, in das Tonfelder eingearbeitet sind. Den Ursprung hat die Steel Drum in Trinidad, wo sie anfänglich aus leeren Ölfässern hergestellt wurden.<br />
Die Freude, die die Schlagzeuger an ihrem Einsatz hatten, war wieder deutlich zu spüren und nett zu beobachten.</p>
<p>Filmmusik aus Batman und &#8220;Sing, sing, sing&#8221; folgten wie erwartet mit den Solopassagen für Trompete, Schlagzeug, Klarinette und Posaune. Erst dachte ich, dass der junge Klarinettist diesmal sein Solo viel souveräner zum Besten gab. Militärkapellmeister Hannes Apfolterer war aber scheinbar anderer Meinung. Von der Seite betrachtet schien es mir, als würde er seinem Musiker etwas zurufen, aber mit dem, was er zu hören bekam, nicht zufrieden zu sein. Immerhin ist er ja selber Klarinettist, aber&#8230;</p>
<p>Der offizielle Abschluß dieses Konzerts wurde wieder vom Marsch &#8220;Die Sonne geht auf&#8221; von Anton Ulbrich gebildet. Aber natürlich war das Konzert damit auch dieses Mal noch nicht zu Ende. Aber selbst zwei Märsche waren noch nicht genug. Erst nach &#8220;Leise klingt der Abend wieder, lieber Heiland gute Nacht&#8221; durften die Musiker von der Bühne und der Kapellmeister und die Musiker der ersten Reihe mit dem Obmann der Bundesmusikkapelle Walchsee das Schnapserl auf den gelungenen Festauftakt genießen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/konzertmilitaermusik-tirol-walchsee/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Wie funktioniert eine Kirchenorgel?</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/funktioniert-eine-kirchenorgel/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/funktioniert-eine-kirchenorgel/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 21:17:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Instrumente]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=740</guid>
		<description><![CDATA[Zugegeben, Kirchenorgel und Blasmusik passen auf den ersten Blick nicht zusammen. Aber da die Orgel mit Luft funktioniert, wird sie zu den Blasinstrumenten gezählt. Zudem gab es am Wochenende die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Orgel in der Rosenheimer Erlöserkirche zu schauen. Die dabei gewonnenen Einblicke sind einfach zu interessant, als dass sie auf meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, Kirchenorgel und Blasmusik passen auf den ersten Blick nicht zusammen. Aber da die Orgel mit Luft funktioniert, wird sie zu den Blasinstrumenten gezählt. Zudem gab es am Wochenende die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Orgel in der <a title="Orgel Erlöserkirche Rosenheim" href="http://www.evangelisch-in-rosenheim.de/node/51" target="_blank">Rosenheimer Erlöserkirche</a> zu schauen. Die dabei gewonnenen Einblicke sind einfach zu interessant, als dass sie auf meiner Festplatte verstauben sollten.</p>
<p><span id="more-740"></span>Orgeln gibt es schon seit mehr als 2000 Jahren, d.h. schon vor Christi Geburt wurde Orgel gespielt. Die Orgel ist heute ein sehr vielseitiges Instrument, das mit der Liedbegleitung im Gottesdienst und gelegentlichen Orgelkonzerten eigentlich unterfordert ist. Mit ihren vielen Pfeifen und Registern kann die Orgel leicht ein ganzes Orchester ersetzen. Aber nicht nur Barock und Klassik sind für die Orgel geeignet, auch modernere Stücke klingen wunderbar, ob nun französische Tänze mit Musette-Klang oder ein Schlager wie &#8220;The Entertainer&#8221;. Die Frage ist nur, wie modern ein Orgelkonzert in der Kirche werden dürfte, da es ja kaum eine Kirche ohne Orgel aber nur wenige Konzertsäle mit Orgel gibt.</p>
<p>Aber schauen wir nun in das Innere der Orgel:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-741" title="orgel-spieltisch" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/orgel-spieltisch.jpg" alt="orgel spieltisch Wie funktioniert eine Kirchenorgel?" width="506" height="600" /></p>
<p>Hier die geöffnete Rückseite des Spieltisches, der ersten Station vom Organisten zum klingenden Ton. Bewegungen der Manuale oder Pedale werden hier mechanisch weitergeleitet.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-742" title="orgel-windlade" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/orgel-windlade.jpg" alt="orgel windlade Wie funktioniert eine Kirchenorgel?" width="600" height="450" /></p>
<p>Gegenüber vom Spieltisch befindet sich die Traktur und darüber die Windlade mit den Orgelpfeifen.</p>
<p>Blickt man durch den Schweller, dann sieht man die kleineren der versammelten Orgelpfeifen im Hintergrund stehen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-743" title="orgel-schweller" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/orgel-schweller.jpg" alt="orgel schweller Wie funktioniert eine Kirchenorgel?" width="600" height="450" /></p>
<p>Der Schwellkasten lässt sich ganz einfach verschließen und wirkt dann sozusagen wie ein Schalldämpfer: Schweller zu - Ton gedämpfter, Schweller offen - Ton voll und kräftig. Dies ist nämlich die einzige Möglichkeit, Lautstärkenänderungen an der Orgel zu erzielen.</p>
<p>Die einzelnen Töne entstehen logischerweise in den Pfeifen, bei denen man zwei unterschiedliche Typen unterscheidet. Optisch schöner sind die silbernen Labialpfeifen, die man vom Orgelprospekt kennt und die dort auch gewissermaßen &#8220;Eindruck&#8221; schinden sollen.</p>
<p><img class="size-full wp-image-744 alignright" title="orgel-pfeife" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/orgel-pfeife.jpg" alt="orgel pfeife Wie funktioniert eine Kirchenorgel?" width="89" height="400" />Hier eine der Labialpfeifen, bei denen der Ton ähnlich wie bei der Blockflöte entsteht. Bläst man in eine solche Pfeife von unten hinein, kann man durchaus einen Ton erzeugen, den man kaum von dem der Orgel unterscheiden kann.</p>
<p>Der Ton der kleinsten Labialpfeife, die gerade mal so dick wie ein Kugelschreiber ist, hört sich solistisch allerdings nicht mehr so toll an, denn er ist ziemlich hoch und schrill.</p>
<p>Aber bei 56 Tönen pro Register muss es ja dominantere, hörenswertere und begleitende Töne geben.</p>
<p>Die zweite Gruppe der Orgelpfeifen besteht aus den Lingualpfeifen. Hier entsteht der Ton genauso wie bei einer Klarinette oder einem Saxophon, weil bei allen ein Blättchen in Schwingung versetzt wird und den Ton erzeugt.</p>
<p>Die Lingualpfeifen sind etwas komplizierter gebaut und bestehen aus zwei Teilen. Das Blättchen ist dabei im unteren Teil zu finden, den der Organist natürlich abnehmen kann, um das Innenleben zu zeigen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-745" title="orgel-lingualpfeife-ganz" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/orgel-lingualpfeife-ganz.jpg" alt="orgel lingualpfeife ganz Wie funktioniert eine Kirchenorgel?" width="50" height="400" /><img class="alignright size-full wp-image-746" title="orgel-lingualpfeife" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/08/orgel-lingualpfeife.jpg" alt="orgel lingualpfeife Wie funktioniert eine Kirchenorgel?" width="550" height="147" /></p>
<p>Es  befindet sich links oberhalb des goldenen Stifts.</p>
<p>Orgelpfeifen sind - nach Aussagen eines Organisten - sehr temperaturempfindlich. Wenn beispielsweise ein Duett Trompete und Orgel im Winter gespielt wird, werden sich die Musiker bei einer ganz anderen Frequenz wieder finden als im Sommer.</p>
<p>Die beste Orgel taugt natürlich nichts ohne einen guten Organisten. Er muss nicht nur mit Händen und Füßen aktiv sein, sondern auch eine anspruchsvolle koordinative Aufgabe verrichten. Die einzige Unterstützung, die er bekommen kann, ist ein Helfer, der für ihn im richtigen Moment die Noten umblättert.</p>
<p>Theoretisch können auch noch Erwachsene das Orgelspiel lernen, wenn sie mit Grundkenntnissen vom Klavier kommen. Aber einfach ist es nicht, und nicht jedem, der Orgel lernen möchte, ist auch tatsächlich der Erfolg vergönnt.<br />
Wichtig ist natürlich auch die volle Beweglichkeit von Händen und Füßen.</p>
<p>So berichtete kürzlich ein Organist, der sich beim Skifahren den Fuß gebrochen hatte, dass er auch Monate danach bei bestimmten Passagen noch immer sehr leiden würde&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/funktioniert-eine-kirchenorgel/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Bozen Brass Quintet im Kirchenkonzert mit Orgel</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/bozen-brass-quintet-im-kirchenkonzert-orgel/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/bozen-brass-quintet-im-kirchenkonzert-orgel/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 20:49:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bozen Brass]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=722</guid>
		<description><![CDATA[Das Ötztal Concert - Orgel Plus Festival lockt auch 2010 wieder Musikliebhaber in verschiedene Kirchen des Ötztales. Dabei wird die Orgel als klassisches Instrument in der Kirche jeweils durch weitere Instrumentalisten oder Sänger ergänzt.  Das Plus des Eröffnungskonzerts war das Bozen Brass Quintett mit klangvoller Blechbläsermusik.
Das Konzert begann zwar erst um 20.30 Uhr, aber Hannes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ötztal Concert - Orgel Plus Festival lockt auch 2010 wieder Musikliebhaber in verschiedene Kirchen des Ötztales. Dabei wird die Orgel als klassisches Instrument in der Kirche jeweils durch weitere Instrumentalisten oder Sänger ergänzt.  Das Plus des Eröffnungskonzerts war das Bozen Brass Quintett mit klangvoller Blechbläsermusik.<span id="more-722"></span></p>
<p>Das Konzert begann zwar erst um 20.30 Uhr, aber Hannes Torggler (Orgel), Anton Ludwig Wilhalm, Robert Neumair (beide Trompete), Norbert Fink (Horn), Stefan Mahlknecht (Posaune) und Toni Pichler (Tuba) waren natürlich schon viel früher in der Pfarrkirche Ötz. Der Organist findet ja in jeder Kirche ein neues Instrument vor, das er zunächst kennenlernen muss. Und auch die Blechbläser müssen die Akustik der Kirche testen und herausfinden, wie das Zusammenspiel mit der Orgel am besten von statten geht.<br />
Ich hatte die Chance, all diese Vorbereitungen mitzuerleben und auch ein paar lässige Fotos zu machen, die der &#8220;normale&#8221; Konzertbesucher sonst so nicht sieht.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-724" title="robert-snare" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/robert-snare.jpg" alt="robert snare Bozen Brass Quintet im Kirchenkonzert mit Orgel" width="200" height="319" />Auch wenn das Konzert unter dem Titel &#8220;Brass &amp; Organ&#8221; lief, kamen die ersten Töne weder von Trompete, Posaune, Horn, Tuba noch von der Orgel, sondern von der Snare Drum. Robert Neumair trommelte eine dezente Einleitung zu &#8220;Can she excuse my wrongs&#8221; von John Downland. Auch wenn der Titel genauso gut zu einem aktuellen Popsong gehören könnte, handelt es sich um Barockmusik. Aber Bozen Brass ist eben nicht nur ein Blechbläserensemble, sondern selbst im Kirchenkonzert für eine Überraschung gut.</p>
<p>Das Programm bot alle musikalischen Kombinationsmöglichkeiten: nur Blechbläserquintett, nur Orgel und natürlich alle gemeinsam. Und auch wenn Barockmusik den Schwerpunkt bildete, gab es auch Musik aus anderen Epochen bis hin zu einem zeitgenössischen Orgelstück. So war sicher für jeden Konzertbesucher etwas passendes dabei.</p>
<p>&#8220;La Fiorentina&#8221; von Lodovico da Viadana war das erste gemeinsame Stück für Orgel und Blechbläser, das in der Anspielprobe mehrfach probiert wurde. Es zeigte sich dabei schnell, dass es nicht so günstig ist, wenn die Bläser vorne stehen. Der Weg des Schalls zwischen ihnen und der Orgel war einfach zu weit, als dass ein harmonisches Zusammenspiel möglich gewesen wäre. Also wurde der Standort der Blechbläser kurzerhand in den hinteren Teil der Kirche verlegt.</p>
<p>In der Probe war es noch lässig und improvisiert - zum Konzert dann natürlich geordnet und mit separaten Notenständern.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-725" title="fiorentina" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/fiorentina.jpg" alt="fiorentina Bozen Brass Quintet im Kirchenkonzert mit Orgel" width="500" height="248" /></p>
<p>Nach einem Solostück für Orgel folgte &#8220;Galliarde Battaglia&#8221; von Samuel Scheidt für Bozen Brass alleine, wobei Robert und Ludi mit ein paar knackigen Trompetenstellen aufwarten konnten. Vom gleichen Komponisten erklang dann die &#8220;Echofantasie&#8221;, in der die Orgel das zarte Echo der Blechbläser liefern durfte.</p>
<p>Die &#8220;Fantasia in G&#8221; von Heinrich Scheidemann folgte wieder als Orgel-Solostück, bevor sich die 5 Blechbläser mit allen Instrumenten auf die Orgelempore begaben.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-726" title="bozen-brass-orgel" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/bozen-brass-orgel.jpg" alt="bozen brass orgel Bozen Brass Quintet im Kirchenkonzert mit Orgel" width="550" height="413" /></p>
<p>&#8220;The Heavens are telling&#8221; für Orgel, Blechbläser und Schlagzeug zeigte sich als abwechslungsreiches Stück mit einigen Trompetensignalen, einer feinen Hornpassage und majestätischen Trompetenklängen.</p>
<p>&#8220;Psalm XVIII - Maestoso&#8221; von Benedetto Marcello schloss sich mit zarten Tönen und einem Wechselspiel zwischen Piccolo und großer Trompete an.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-737" title="bozen-brass-zugabe" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/bozen-brass-zugabe.jpg" alt="bozen brass zugabe Bozen Brass Quintet im Kirchenkonzert mit Orgel" width="600" height="337" /></p>
<p>Johann Sebastian Bach war mit zwei Stücken vertreten, dem Präludium und der Fuge in e-Moll für Orgel und der Partita in B-Dur, von Robert Neumair speziell für Bozen Brass arrangiert. Für ihn und Ludi an den Trompeten gab es einiges zu tun - wirbelnde Trompeten könnte man fast sagen - und fliegende Wechsel zwischen Piccolo und Trompete und Trompete und Horn. Ein bewegtes, schwungvolles Stück, bei dem selbst in den Stimmen von Posaune und Tuba Läufe mit 32-tel Noten zu finden waren.</p>
<p>Für Telemanns &#8220;Musique heroique&#8221; zogen die Bläser wieder auf die Orgel und boten mit Hannes Torggler ein vielseitiges Stück. Es begann tatsächlich heldenhaft mit einer Fanfare, in der sich die Trompeter von ihrer besten Seite zeigen konnten. Darauf folgte ein zarten Teil und eine Passage, in der die tiefe Lage in den Vordergrund treten durfte.</p>
<p>Nach der längeren II. Orgelsonate von Mendelssohn-Bartoldy stimmt Bozen Brass die Zuhörer auf die anstehende Nachruhe ein. Auch wenn man unter dem Titel &#8220;Salve Regina&#8221; vielleicht eher einen Triumphmarsch erwarten würde, hat Giacomo Puccini hier ein fast besinnliches Stück geschrieben, in dem zarte Trompetentöne harmonisch mit weichen Tiefblech-Passagen kombiniert sind.</p>
<p>Das letzte Wort des Konzerts hatte die Orgel mit dem Magnificat von Bert Matter, einem mehr als zeitgenössischen Stück vom Februar 2010. Danach durften die Zuhörer endlich den Beifall spenden, den sich alle Musiker redlich verdient hatten. Aber darin steckte natürlich auch der Wunsch nach einer Zugabe, den Bozen Brass gerne erfüllte. Und hier konnten sie auch ein klein wenig zeigen, dass sie noch viel mehr können als &#8220;nur&#8221; schöne Kirchenkonzerte spielen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-736" title="bozen-brass-beifall" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/bozen-brass-beifall.jpg" alt="bozen brass beifall Bozen Brass Quintet im Kirchenkonzert mit Orgel" width="700" height="308" />Die Verneigung vor dem Schluß der zweiten Zugabe lässt zumindest erahnen, was die Choreografie im Konzertprogramm &#8220;Black &amp; White&#8221; zu bieten hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-727" title="bozner-saengerknaben" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/bozner-saengerknaben.jpg" alt="bozner saengerknaben Bozen Brass Quintet im Kirchenkonzert mit Orgel" width="650" height="262" /></p>
<p>Auf den Choral der &#8220;Bozner Sängerknaben&#8221; habe ich leider vergeblich gewartet. Vielleicht war es ja tatsächlich nur eine Lockerungsübung zum Abschluß der Anspielprobe oder&#8230;. Nein, ich sage nichts, und freue mich vielmehr schon heute auf die nächsten Konzerte, die ich hoffentlich von und mit Bozen Brass erleben darf.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/bozen-brass-quintet-im-kirchenkonzert-orgel/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Heißes Promenadenkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/promenadenkonzert-musikkorps-der-bundeswehr/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/promenadenkonzert-musikkorps-der-bundeswehr/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 20:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=711</guid>
		<description><![CDATA[Der 16. Juli 2010 war einer der heißesten Tage des Jahres. Auch gegen Abend sank die Temperatur in Innsbruck kaum ab und vor der Bühne war es schon in leichter Bekleidung fast unerträglich heiß. Für das Musikkorps der Bundeswehr gab es keine Gnade, schwarzer Konzertanzug mit langärmligem Hemd und nicht mal ein Glas Wasser zwischendurch. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 16. Juli 2010 war einer der heißesten Tage des Jahres. Auch gegen Abend sank die Temperatur in Innsbruck kaum ab und vor der Bühne war es schon in leichter Bekleidung fast unerträglich heiß. Für das Musikkorps der Bundeswehr gab es keine Gnade, schwarzer Konzertanzug mit langärmligem Hemd und nicht mal ein Glas Wasser zwischendurch. Sie haben es heldenhaft gemeistert, wobei das Konzert sicher auch &#8220;hemdsärmlig&#8221; genauso schön geklungen hätte.</p>
<p><span id="more-711"></span>Aber &#8220;Räuberzivil&#8221; gab es nur in der Anspielprobe vor dem Konzert, in der die örtlichen Gegebenheiten und die damit verbundene Akustik getestet wurde.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-712" title="musikkorps-bw-zivil" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/musikkorps-bw-zivil.jpg" alt="musikkorps bw zivil Heißes Promenadenkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr" width="650" height="285" /></p>
<p>Wenigsten blieb ihnen der sonst übliche Marsch zur Annasäule und zurück zum Goldenen Dachl erspart und es gab  &#8220;nur&#8221; ein kurzes Standkonzert unter Innsbrucks Wahrzeichen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-714" title="musikkorps-trompeter" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/musikkorps-trompeter.jpg" alt="musikkorps trompeter Heißes Promenadenkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr" width="460" height="455" />Nachdem die Musiker dann auf der Bühne Platz genommen hatten, erklangen die ersten Töne aber nicht von dort, sondern aus zwei Fenstern der Hofburg. Dort hatten sich je 2 Trompeter postiert, um &#8220;Morgenlied und Aufzug der Heere&#8221; von Richard Wagner zu eröffnen. Fast klang es wie eine Weise, die allerdings leider kurzzeitig von einem Flugzeug übertönt wurde.</p>
<p>Das Wechselspiel mit dem Orchester funktionierte bestens - dank der Probe vorher. Die Fagottistinnen und die Klarinettisten übernahmen von den Ferntrompeten und führten den Morgen sanft weiter. Kernige Trompetensignale kündigten dann die Heere an.</p>
<p>Wie bei den meisten Konzerten stand auch hier eine Ouverture an zweiter Stelle im Programmablauf. &#8220;Dichter und Bauer&#8221; von Franz von Suppé hatte Walter Ratzek nicht nur ausgewählt, sondern auch selber bearbeitet. Die Baßklarinette, eher als Begleitinstrument bekannt, hatte hier eine längere Solopassage. Das Musikkorps der Bundeswehr ist - nach meinen Beobachtungen - das einzige große Blasorchester, das auch mit einer Kontrabass-Klarinette ausgerüstet ist. Mit viel Mut zu leisen Tönen war die Ouverture zum Dahinschmelzen schön.</p>
<p>Hätte Walter Ratzek nicht angesagt, dass &#8220;An der Lisaine&#8221; ein Marsch ist, wäre man kaum drauf gekommen, auch nicht, dass an diesem Fluß eine Schlacht stattgefunden hat. Es gab zwar einige Trompetensignale, aber die waren so sanft und schlossen sich nahtlos an den romantischen Charakter an, dass man eher an einen Sonntagsausflug mit der Familie erinnert wurde als an eine Schlacht.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-715" title="ratzek" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/ratzek.jpg" alt="ratzek Heißes Promenadenkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr" width="300" height="366" />Oberstleutnant Walter Ratzek übernahm die Moderation des Konzerts und informierte in freier Rede über die anstehenden Stücke und gab auch einen kleinen Einblick in die deutsche Militärmusik.<br />
Er leitet das Musikkorps seit 2001, als Dr. Michael Schramm an die Spitze des Militärmusikdienstes der Bundeswehr aufrückte. Unter Schramms Leitung war es noch das Stabsmusik der Bundeswehr. Als Folge der Wiedervereinigung gab es dann allerdings mit den Musikern aus Berlin zwei gleichartige Klangkörper, so dass das Orchester mit Sitz in Siegburg den &#8220;Stab&#8221; im Titel verlor, dafür aber die grauen Uniformen mit den eleganten schwarzen Anzüge tauschen durfte, an denen nur die Schulterklappen an die Herkunft erinnern.</p>
<p>Ich war seinerzeit in der Nähe von Bonn in einer Musikkapelle, deren Dirigent beim Stabsmusikkorps tätig war und uns auch einige seiner Kollegen für Registerproben bestellt hatte. Von daher war das Wiedersehen und -hören noch vielen, vielen Jahren sehr interessant.</p>
<p>&#8220;Sinfonische Metamorphosen&#8221; von Paul Hindemith standen als nächstes auf dem Programm. Sie gehen auf Themen von Weber zurück und passen dadurch in das Konzertprogramm der Innsbrucker Promenadenkonzerte. Hier fiel auf, dass die Holzsoli recht leise waren. In der zweiten Reihe waren sie zwar noch gut zu hören, aber wie es wohl in den letzten Reihen ausgeschaut haben mag? Aber es war sicher Absicht, denn dass diese hochkarätigen Musiker sich nicht trauen würden, kräftig in ihre Instrumente zu blasen, ist auszuschließen.</p>
<p>Nach diesem doch etwas monumentalen Stück folgte mit dem Marsch &#8220;Großherzog Friedrich von Baden&#8221; leichte Kost mit schönen Melodiebögen und wechselnder Dynamik.</p>
<p>Für den Freischütz wurde seinerzeit eine musikalische Begleitung für die Balletteinlage benötigt. Man wurde mit dem &#8220;Rondo Brilliante&#8221; fündig, das ursprünglich für Klavier geschrieben wurde. Daraus wurde das Stück &#8220;Aufforderung zum Tanz&#8221; entwickelt, dessen klassische Abfolge man vor dem musikalischen Auge sehen konnte. Der Herr wurde vom Tenorhorn verkörpert, während die Antwort der Dame von den Klarinetten kam. Nach einem kleinen Wortwechsel  sah man die Paar auf der Tanzfläche wirbeln. Die Holzbläser sorgten für den Schwung, und zuweilen hatte ich den Eindruck, Figuren auf einer Spieluhr tanzen zu sehen. Natürlich durfte ein ordentlicher Abschluß nicht fehlen, d.h. Herr Tenorhorn begleitete Frau Klarinette wieder an ihren Platz zurück - und erst danach war Zeit für den Beifall.</p>
<p>Dieses Stück und die folgende Suite mit Walzern aus dem Rosenkavalier von Richard Strauss erfreuten den künstlerischen Leiter der Promenadenkonzerte, Alois Schöpf, ganz besonders. Wie er am Ende des Konzerts verriet, hatte er sie sich schon seit Jahren gewünscht. Da sie aber sehr schwer zu spielen sind, brauchte es ein Orchester vom Kaliber des Musikkorps der Bundeswehr, um seine Wünsche meisterhaft zu erfüllen.</p>
<p>Für das Musikkorps war es übrigens das erste Promenadenkonzert in Innsbruck. Einer der Flötisten dürfte aber die Atmosphäre in Hof der Hofburg kennen, denn wenn ich mich nicht täusche, war er bereits mit dem Luftwaffenmusikkorps aus Neubiberg in Innsbruck.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-716" title="musikkorps-klarinetten" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/musikkorps-klarinetten.jpg" alt="musikkorps klarinetten Heißes Promenadenkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr" width="600" height="313" /></p>
<p>90 Minuten Musik waren bestellt, und die Bundeswehr liefere genau diese 90 Minuten, so leitet Walter Ratzek das Ende des Konzerts ein. &#8220;Saltarello&#8221;, der 4. Satz aus der Italienischen Sinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy sollte das Schlußstück werden. Ein Hüpftanz aus dem 14. Jahrhundert verbirgt sich dahinter, aber da es immer noch nicht abgekühlt hatte, war niemandem  zum Hüpfen oder Tanzen zumute.</p>
<p>Nach einer Zugabe aber durchaus, denn der Beifall wollte natürlich nicht enden. Auch wenn am Ende der Anspielprobe noch zwei Stücke als Zugabe genannt wurden, gab es aber letztendlich doch &#8220;nur&#8221; den Radetzky-Marsch. Angesichts der Temperaturen konnte man dem Musikkorps der Bundeswehr darüber aber nicht böse sein. Und wer mehr von ihnen hören wollte, hatte noch die Möglichkeit, sich mit aktuellen CDs einzudecken.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-717" title="musikkorps-stand" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/musikkorps-stand.jpg" alt="musikkorps stand Heißes Promenadenkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr" width="600" height="356" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/promenadenkonzert-musikkorps-der-bundeswehr/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Gebirgsmusikkorps begeistert unter neuem Dirigenten</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/gebirgsmusikkorps-begeistert-neuem-dirigenten/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/gebirgsmusikkorps-begeistert-neuem-dirigenten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 21:16:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=698</guid>
		<description><![CDATA[Endlich hatte Petrus ein Einsehen mit den Rosenheimer Blasmusikfreunden und gönnte ihnen und dem Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen ein sonnig-warmes Sommerkonzert auf der Bühne der Landesgartenschau, auf der ja vorher die Musikkorps der Bundespolizei und der Bayerischen Polizei frieren mussten.
Eine Friedensbewegung hatte vorher durch das Verteilen von Flugblättern versucht, dem Gebirgsmusikkorps die Eignung für ein Wohltätigkeitskonzert abzusprechen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich hatte Petrus ein Einsehen mit den Rosenheimer Blasmusikfreunden und gönnte ihnen und dem Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen ein sonnig-warmes Sommerkonzert auf der Bühne der Landesgartenschau, auf der ja vorher die <a title="Musikkorps der Bundespolizei" href="http://blog.blasmusik360.de/bundespolizeiorchester-der-landesgartenschau/" target="_self">Musikkorps der Bundespolize</a>i und der <a title="Polizeimusik Bayern" href="http://blog.blasmusik360.de/polizeiorchester-bayern-der-landesgartenschau/" target="_self">Bayerischen Polizei</a> frieren mussten.</p>
<p>Eine Friedensbewegung hatte vorher durch das Verteilen von Flugblättern versucht, dem Gebirgsmusikkorps die Eignung für ein Wohltätigkeitskonzert abzusprechen, wodurch sich tatsächlich einige Besucher die Frage stellten, ob sie denn nun wieder nach Hause gehen sollten. Vielleicht war das auch der Grund, dass der Andrang bei weitem nicht so groß war wie bei anderen Konzerten auf der Landesgartenschau. Ewig schaden, denn das Orchester war wirklich Spitze.</p>
<p><span id="more-698"></span><img class="alignright size-full wp-image-699" title="gebirgsmusikkorps-prchal" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/gebirgsmusikkorps-prchal.jpg" alt="gebirgsmusikkorps prchal Gebirgsmusikkorps begeistert unter neuem Dirigenten" width="300" height="327" />Nichts dass seine Vorgänger schlecht gewesen wären, aber Christian  Prchal ist für das Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen eindeutig  ein Gewinn am Dirigentenpult. Er hat ganz klar unter Beweis gestellt, dass junger Schwung und  Professionalität keine Gegensätze sind, sondern vielmehr auf und vor der  Bühne für gute Laune sorgen können.</p>
<p>Zum Einblasen stand der König Ludwig II. Marsch mit einigen schönen Nebenmelodien auf dem Programm, denn erst danach wurde in den Reihen nach Vorgabe des Oboisten gestimmt. Vielleicht war es aber auch ein Nachstimmen als Tribut an die hohen Temperaturen.</p>
<p>Die &#8220;richtige&#8221; Eröffnung folgte mit einer südamerikanischen Konzertouvertüre mit dem Titel &#8220;Il Guarany&#8221;. Dabei hatte das Holzregister am meisten zu tun, erst mit einem sanften Einstieg, später auch kräftiger, dann aber auch wieder sanft, fast walzerähnlich.</p>
<p>Einen bunten Strauss an Melodien hatte Christian Prchal am Anfang versprochen - und über seinen Versprecher von der Bundes- statt der Landesgartenschau konnte er im Verlaufe seiner Moderationen selber immer wieder schmunzeln. Er führte frei, gekonnt und mit fallweiser Situationskomik durch das Programm, stellt die Stücke und Solisten vor und Analogien zum aktuellen Geschehen her.</p>
<p>Und so kündigte er das nachfolgende Stück als den kleinen Bruder des &#8220;Des großen Kurfürsten Reitermarsch&#8221; an, weil ebenfalls aus der Feder von Cuno Graf von Moltke, aber viel seltener gespielt. Und d<img class="alignright size-full  wp-image-700" title="gebirgsmusikkorps-glockenspiel" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/gebirgsmusikkorps-glockenspiel.jpg" alt="gebirgsmusikkorps glockenspiel Gebirgsmusikkorps begeistert unter neuem Dirigenten" width="300" height="375" />as sicher zu Unrecht, kann er doch durch seine slawischen Anklänge punkten. Die Rede ist vom Präsentiermarsch des Leib-Kürassier-Regiments &#8220;Großer Kurfürst&#8221;, der ähnlich langsam wie der große Bruder ist, aber viel leichter und beschwingter klingt. Regelrechte Tonwellen gehen durch das Orchester, garniert mit Trompetensignalen.</p>
<p>Generell klingen die Märsche des Gebirgsmusikkorps viel leichter, fast fröhlich-hüpfend. Das mag daran liegen, dass hier ja der Oboist auch die Lyra spielt und damit ganz vorne am Bühnenrand sitzt und nicht hinten beim Schlagzeug wie in anderen Orchestern.</p>
<p>Jan van der Roost hat ein 2-sätziges Stück namens &#8220;Puszta&#8221; komponiert, das den Dirigenten an Gulasch denken ließ. Feurig wurde es für die Flötistin mit der Piccolo, die einige rasante Läufe natürlich tadellos bewältigte.</p>
<p>Den Radetzky-Marsch kennt jeder. Aber was passiert, wenn er mit Ägyptischen Kamelen, Englischem Tee und einem Besuch beim Fußball-Weltmeister Spanien gemischt wird? Dann wird, dank Roland Kreid,  &#8220;Euradetzky&#8221; draus und ein Aha-Erlebnis für das Publikum. Erst begann alles ja noch ganz normal. Aber dann wurde es plötzlich ein Walzer, eine spanische Fiesta und ein Czardas. Immer wieder setzten sich natürlich Passagen aus dem Original-Marsch durch, garniert mit neuen Nebenmelodien oder Läufen. Ein Anklang an die Pipes and Drums fehlte ebensowenig wie ein Schlagzeugsolo in diesem gelungenen Werk.</p>
<p>Eine kleine Verschnaufpause gönnte der Dirigent seinen Musikern mit dem nächsten Stück. Denn wenn gute Blaskapellen &#8220;Udo Jürgens live&#8221; spielen können, ist es für das Gebirgsmusikkorps sicher nur ein leichter Spaziergang. Für mich war es sehr interessant, die &#8220;Nervenkitzelstellen&#8221; von meinem früheren Orchester hier natürlich ganz richtig und völlig gelassen zu hören. Mit einem Ritardando beim Griechischen Wein hat sich das Gebirgsmusikkorps dann doch ein kleines bisschen von den anderen abgehoben&#8230;.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-701" title="weisenblaeser-gmk" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/weisenblaeser-gmk.jpg" alt="weisenblaeser gmk Gebirgsmusikkorps begeistert unter neuem Dirigenten" width="500" height="498" />&#8220;Von Bayern nach Tirol&#8221; sollte es im nächsten Stück gehen, wofür zunächst 7 Musiker von der Bühne gingen. Drei von ihnen stellten sich anschließend neben der Bühne mit den Alphörner auf, die vier anderen bildeten eine Weisenbläser-Partie. Die Alphörner begannen mit einem alpenländischen Stückl, wurden von den Weisenbläsern abgelöst, die das musikalische Staffelholz für einen Marsch auf die Bühne weitergaben. Beim Tiroler Adler kamen die Signale von den Weisenbläsern, der Rest vom Orchester. Die Regimentskinder folgten mit Pfeifeinlage, wobei die Piccolostimme wesentlich tiefer klang als die unleserlich hohen Noten, mit denen ich mich am Sonntag herumplagen musste&#8230;.<br />
Schließlich marschierten die Weisenbläser ein und spielten gemeinsam mit dem Orchester zu Ende.</p>
<p>Ein großer geografischer Sprung folgte anschließend mit dem amerikanischen Marsch &#8220;Unter dem Sternenbanner&#8221;. Aber so groß war er dann doch nicht, schließlich befindet sich das Gebirgsmusikkorps in Garmisch-Partenkirchen in enger Nachbarschaft zur amerikanischen Kaserne, woran der Marsch auch erinnern sollte.<br />
Mich hat es an ein Konzert auf dem Marienplatz vor etlichen Jahren erinnert, und es war kein Fehler, den Fotoapparat startklar zu machen:</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-702" title="piccolo-sternenbanner" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/piccolo-sternenbanner.jpg" alt="piccolo sternenbanner Gebirgsmusikkorps begeistert unter neuem Dirigenten" width="500" height="265" />Und tatsächlich, im letzten Teil gab es wieder ein Solo für zwei (damals waren es noch drei) Piccolo-Flöten mit kleinem Einmarsch durch den Mittelgang und Spiel vor der Bühne.</p>
<p>&#8220;Annie - A symphonic  panorama&#8221; folgte sozusagen als Mutmacher in schweren Zeiten. Es stammt aus einem Musical aus der Zeit des schwarzen Freitags und endet mit der Erkenntnis, dass es mehr im Leben gibt als 6-stellige Bankkonten.</p>
<p>Das war aber erst der Anfang des modernen Teils, der das Publikum mit einer Jam Session einer kleinen Dixie-Combo nach New Orleans entführen sollte - aber nicht nur das&#8230;.<br />
So war sich der Dirigent nicht zu schade, zunächst dem Posaunisten und dann sich selber kabarett-reif die Stirn zu trocknen - was allen Beteiligten sichtlich Spaß gemacht hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-703" title="gmk-dixie" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/gmk-dixie.jpg" alt="gmk dixie Gebirgsmusikkorps begeistert unter neuem Dirigenten" width="650" height="456" /></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-704" title="dixie-schlagzeug" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/dixie-schlagzeug.jpg" alt="dixie schlagzeug Gebirgsmusikkorps begeistert unter neuem Dirigenten" width="300" height="446" />Auch der Schlagzeuger hatte hier die Möglichkeit, sich in der ersten Reihe zu präsentieren und auf die Finger schauen zu lassen, was ja sonst nicht üblich ist.<br />
Interessant auch die Trommel, die von unten geschlagen wird - jedenfalls für Nicht-Schlagzeuger.</p>
<p>Die Show ging auch beim Abschlußstück weiter. Bei &#8220;Earth, Wind, Chicago &amp; Co.&#8221;, einem Medley aus bekannten Songs von Earth, Wind and Fire, Chicago und Kool and the Gang, zeigten die Posaunisten und Trompeter eine kleine Choreografie mit ihren Instrumenten. Hoch, runter, rechts, links ging es abwechselnd, und man hatte wirklich den Eindruck, dass es ihnen mit jedem Mal noch besser gefiel und mehr Spaß machte.</p>
<p>Ganz &#8220;cool&#8221; auch die Schlußan- bzw. absage von Christian Prchal, begleitet von einem Schlagzeugsolo und landesspezifisch mit &#8220;Pfüat euch&#8221; garniert und der Schluß des Stücks mit einem gemeinschaftlichen &#8220;Hey&#8221;.</p>
<p>Klar, dass danach noch nicht Schluß sein konnte - zumal auch kein Gewitterwölkchen das Sommer-Open-Air zu stören wagte.</p>
<p>Standesgemäß sollte der Bayerische Defiliermarsch das letzte Stück sein, aber Christian Prchal musste auch noch den Kaiserjäger Marsch oben drauf legen - also nochmal von Bayern nach Tirol.</p>
<p>Es war ein rundum gelungenes Konzert, von der Stückeauswahl über die musikalische Leistung bis zur Moderation und Show - ein fettes Plus für und Lob nach Garmisch!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/gebirgsmusikkorps-begeistert-neuem-dirigenten/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Trompeten-Zeitreise auf Schloss Goldegg</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/trompetenzeitreise-schloss-goldegg/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/trompetenzeitreise-schloss-goldegg/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 20:05:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=693</guid>
		<description><![CDATA[Vier junge Trompetenstudenten von der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien hatten am 1. Juli 2010 zu einem Konzert mit dem Titel &#8220;Trompeten Zeitreise&#8221; ins Schloss Goldegg geladen. Da ich zufälligerweise gerade in der Nähe auf Urlaub war, habe ich den Weg auf die Salzburger Sonnenterasse angetreten. Und keine Frage - es hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vier junge Trompetenstudenten von der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien hatten am 1. Juli 2010 zu einem Konzert mit dem Titel &#8220;Trompeten Zeitreise&#8221; ins Schloss Goldegg geladen. Da ich zufälligerweise gerade in der Nähe auf Urlaub war, habe ich den Weg auf die Salzburger Sonnenterasse angetreten. Und keine Frage - es hat sich gelohnt!</p>
<p><span id="more-693"></span>Warum war es eine Zeitreise? Nun, weil sich die Musiker mit der Stückewahl im ersten Teil aus dem Barock über die Romantik bis zur Gegenwart vorarbeiteten und sich im zweiten Teil aus der Gegenwart wieder in den Barock zurückkehrten. So konnte man neben dem Können der jungen Musiker auch die Vielfalt der Kompositionen für eine oder mehrere Trompeten kennenlernen.</p>
<p>Das Ambiente des Wappensaals und die gekonnte Moderation trugen ebenfalls zum Erfolg des musikalischen Abends bei, der als Benefizkonzert auch noch einen guten Zweck am Ort verfolgte.<br />
Wie kommen Wiener Studenten nun ausgerechnet ins Schloss Goldegg im Salzburger Land? Ganz einfach, es ist ihre Heimat! Denn das Besondere an den vier Musikern ist die Tatsache, dass sie alle aus dem Pongau stammen und drei von ihnen aus Goldegg, einen nicht gerade besonders großen Ort.<br />
Aber <img class="alignright size-full wp-image-694" title="einklang" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/einklang.jpg" alt="einklang Trompeten Zeitreise auf Schloss Goldegg" width="500" height="305" />sooo verwunderlich ist das Ganze dann vielleicht doch nicht, wenn man die Fassade der Musikschule und des Probenheims der Trachtenmusikkapelle Goldegg betrachtet, das den schönen Namen &#8220;Einklang&#8221; trägt&#8230;. Da muss man doch ganz einfach Trompete lernen, oder? Noch dazu, wenn Bischofshofen und die Blechblasinstrumentenschmiede Lechner nur einen Steinwurf entfernt sind&#8230;</p>
<p>Alexander Mayr, Helmut Fuchs,  Stefan und Thomas Fleißner vereint neben den Lechner-Instrumenten auch die Tatsache, dass sie trotz unterschiedlicher musikalischer Werdegängen (als Prima La Musica-Sieger, nach einer &#8220;normalen&#8221; Ausbildung oder von der Uni Linz) die Aufnahme zum Studium bei Prof. Pomberger in Wien geschafft haben und im fernen Wien nun als Pongauer fest zusammen halten. Aus Wien hatten sie aber für den Abend nicht nur ihren Professor, sondern auch Astrid Spitznagel zur Begleitung am Klavier mitgebracht.</p>
<p>Die Eröffnung des Konzerts bildete das Trompetenquartett mit der Fuga von Johann Sebastian Bach. Anschließend folgten Solo-Auftritte für Trompete und Klavier. Helmut Fuchs spielte das Konzert in F von Oskar Böhme und  Thomas Fleißner die Fantasie von Malcom Arnold. Ganz zeitgenössisch präsentierte sich Alexander Mayer mit &#8220;Pezzo Pazzo&#8221;. Die Komponistin war auch gleichzeitig seine Klavierbegleitung: Astrid Spitznagel, die selber Flöte und Klavier studiert hat,  komponiert gerne Stücke für die Trompeten-Studenten. Wie der Name des Stücks vielleicht ahnen lässt, handelte es sich um eine bunte Mischung aus lauten und zarten Tönen von beiden Instrumenten.<br />
So endete der erste Teil des Konzerts, in dem die mächtigen, zuweilen lauten Töne dominierten - von allen beteiligten Instrumenten.</p>
<p>Der zweite Teil bot den Kontrast dazu mit melodischen, weicheren Kompositionen.<br />
Das Eröffnungsstück glich einem Dreiecksverhältnis: zwei Musiker standen vorne auf der Bühne, einer rechts und einer links, während sich der Dritte im Bunde am anderen Ende des Saals befand. Zunächst hatte jeder nacheinander seinen Part zu spielen. Dann aber wurde die &#8220;Fanfare for St. Edmundsbury&#8221; von Benjamin Britten für die Zuhörer fast zu einem &#8220;Trompe l&#8217;oreil&#8221; mit schnellen Wechseln zwischen den Musikern, der sicher je nach Sitzplatz auch noch unterschiedlich ausgefallen sein dürfte. Für die Musiker war das bestimmt keine leichte Aufgabe, hier die Koordination zu behalten, aber wer hoch hinaus will&#8230;</p>
<p>Mit dem Russischen Tanz von Oskar Böhme, einem Komponisten, an dem kein Trompeter vorbei kommt, konnte Stefan Fleißner sein Können zeigen. Wer feurige Kalinka-Musik erwartet hätte, lag falsch. Dieser Tanz war langsam und ruhig und wunderbar anzuhören.<br />
Die Sonate in D von Petronio Franceschini bot ein Duo für 2 Piccolo-Trompeten, meistergültig gespielt von den Cousins Stefan und Thomas Fleißner. Beide haben - so verriet der Moderator - in den letzten beiden Jahren mit der Tanzlmusi auch große musikalische Fortschritte gemacht und kürzlich eine neue CD aufgenommen.</p>
<p>Für das Schlussstück hatten sich Alexander Mayr und Helmut Fuchs einheimische Verstärkung an der Posaune geholt: Gernot Pracher, der mir als Leister des Weisenblasens vom Bläserurlaub in Bad Goisern in guter Erinnerung ist. Im  Konzert in G-Moll von Antonio Vivaldi bildete er den Klangteppich, trat aber auch in Kombination mit einer der Trompeten in Erscheinung.</p>
<p>Lang anhaltender Applaus war der verdiente Lohn für ein tolles Konzert. Und ohne eine Zugabe wurden die jungen Musiker natürlich nicht in den Feierabend entlassen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/trompetenzeitreise-schloss-goldegg/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Abendkonzert der Militärmusik Tirol in Brixen</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/abendkonzert-militaermusik-tirol-brixen/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/abendkonzert-militaermusik-tirol-brixen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 21:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=686</guid>
		<description><![CDATA[Ein bisschen kühl war es noch am 24.6.10, beim Bezirkskonzert der Militärmusik Tirol anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Bezirksverbandes Brixental. Aber zumindest war es trocken, so dass das Konzert im Musikpavillon stattfinden konnte - was bei dem bis dahin herrschenden Wetter gar nicht so selbstverständlich war.
Viele junge Musiker waren unter der Leitung von Militärkapellmeister Hannes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein bisschen kühl war es noch am 24.6.10, beim Bezirkskonzert der Militärmusik Tirol anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Bezirksverbandes Brixental. Aber zumindest war es trocken, so dass das Konzert im Musikpavillon stattfinden konnte - was bei dem bis dahin herrschenden Wetter gar nicht so selbstverständlich war.</p>
<p>Viele junge Musiker waren unter der Leitung von Militärkapellmeister Hannes Apfolterer standesgemäß zum Pavillon marschiert, so dass nicht allzu viele von früheren Konzerten bekannte Gesichter auf der Bühne zu finden waren.</p>
<p><span id="more-686"></span>Mit einer kurzen Fanfare und einer schreitenden Militärpolonaise von F. Chopin wurde das Konzert eröffnet. Es folgte ein majestätischer Marsch von Siegfried Somma, dem ersten Leiter der Militärmusik Tirol und Gründer der Original Tiroler Kaiserjäger.</p>
<p>Auch eine Ouverture darf am Anfang eines Konzerts nicht fehlen, wobei hier die Wahl auf die Operette &#8220;Waldmeister&#8221; von Johann Strauß fiel. Leider waren die Hintergrundgeräusche an den Biertischen etwas zu laut für das feine Solo von Querflöte und Klarinette am Anfang, das gegen Ende des Stücks nochmal mit einer tiefen Nebenmelodie wiederholt wurde. Und wenn die Operette schon Wald-Meister heißt, muss sie natürlich auch eine Solopassage für die Wald-Hörner enthalten.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-687" title="mmk-tirol-brixen" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/mmk-tirol-brixen.jpg" alt="mmk tirol brixen Abendkonzert der Militärmusik Tirol in Brixen" width="700" height="365" /></p>
<p>Es folgte ein traditioneller Wiener Marsch, der &#8220;Vindobona-Marsch&#8221; von Karl Komczak, bei dem man im eigentlich recht knappen Dirigat einige deutliche Ermahnungen zum piano feststellen konnte.</p>
<p>Mit dem nächsten Stück zeigte die Militärmusik Tirol mal wieder ihre Vielseitigkeit und sorgte mit einem gewissen Stilbruch durchaus für eine angenehme Überraschung. Barock wurde angekündigt, Vivaldi, Konzert in C-Dur für 2 Piccolo&#8230;.Flöten war mein erster Gedanke, aber woher bei einem alleinigen Flötisten 2 Piccolos nehmen? Falsch gedacht, natürlich waren es 2 Piccolo-Trompeten, die die Hauptrolle ganz glänzend spielten:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-688" title="mmk-tirol-barock" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/mmk-tirol-barock.jpg" alt="mmk tirol barock Abendkonzert der Militärmusik Tirol in Brixen" width="550" height="331" /></p>
<p>Weiter ging es im Programm mit einem feurigen Konzertgalopp. Leider war die Lautsprecheranlage etwas schwach und der arme Ansager bei seiner ersten Moderation so nervös, dass nicht alle Informationen zu den Stücken ankamen. Aber ein Blick auf die Noten der Flötenstimme zeigte viel schwarzes, und so hatten auch die Klarinetten alle Finger mit Läufen zu tun. Ein Trommelschlag beendete schließlich den Galopp.</p>
<p>Filmmusik von John Williams und die Festmusik für die Olympischen Spiele von Atlanta forderten anschließend die Trompeten und Schlagzeuger - und ein wenig auch die Ohren der Zuhörer&#8230;aber bei einem so guten Orchester kann man auch mal ein paar laute Passagen verkraften.</p>
<p>Im Holz wurden nun die Instrumente gewechselt. 2 Klarinetten wurden durch ein Tenor- und ein Bariton-Saxophon ersetzt, so dass das Alt-Saxophon nicht mehr ganz alleine auf der Bühne war. Und auch bei den Schlagzeugern war Umbauen angesagt, denn sie sollten in dem folgenden Lateinamerikanischen Stück die Hauptrolle spielen. 3 Sätze, ein Walzer, ein Stück für die Schlagzeug-Combo und eine Samba waren angekündigt und wirklich aller Ehren wert.<br />
Besonders die Steel Drum im 2. Satz war eine Sensation:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-689" title="mmk-tirol-steeldrum" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/07/mmk-tirol-steeldrum.jpg" alt="mmk tirol steeldrum Abendkonzert der Militärmusik Tirol in Brixen" width="700" height="525" />Dass sich mit solch einer &#8220;Blechschüssel&#8221; sogar eine Melodie spielen lässt - wer hätte das gedacht? Und den Schlagzeugern hat es auch sichtlich Spaß gemacht, die verschiedenen Instrumente zum Klingen zu bringen. Überraschend und gelungen war denn auch eine Generalpause in dem ganzen &#8220;wilden Treiben&#8221;.</p>
<p>Filmmusik aus Batman gab dem Alt-Saxophonisten die Chance, sein musikalisches Können unter Beweis zu stellen. Und danach wurde er auch mit der Moderation etwas mutiger und kündigte &#8220;Sing, sing, sing&#8221; von Benny Goodman an. Der Soldatenchor kam allerdings nicht zum Einsatz, dafür elefantenähnliche Trompeten am Anfang und später feine Solopassagen mit Klarinette und Trompete.</p>
<p>So neigte sich dieses Bezirkskonzert auch schon wieder seinem Ende zu. &#8220;Der Sonne entgegen&#8221; war der offizielle Abschlußmarsch - ein Titel, den wohl mehrere Märsche tragen, denn es erklang nicht die Version der Hergolshäuser Musikanten.</p>
<p>Dass die Militärmusiktirol nicht ohne einige Zugaben aus dem Musikpavillon entlassen wurde, versteht sich von selbst. Gut, dass das nächste Konzert im Nachbarbezirk Kufstein schon bald im Kalender steht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/abendkonzert-militaermusik-tirol-brixen/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Polizeiorchester Bayern auf der Landesgartenschau</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/polizeiorchester-bayern-der-landesgartenschau/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/polizeiorchester-bayern-der-landesgartenschau/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 19:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=668</guid>
		<description><![CDATA[Dem Musikkorps der Bayerischen Polizei erging es bei seinem Auftritt auf der Rosenheimer Landesgartenschau nicht viel besser als den Kollegen von der Bundespolizei. Gedämpfte Temperaturen und graue Regenwolken konnten nur wenige Besucher zum Tag der Polizei auf die Gartenschau locken. Und dann kam auch noch eine große Konkurrenz durch das zeitgleich laufende Spiel von Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dem Musikkorps der Bayerischen Polizei erging es bei seinem Auftritt auf der Rosenheimer Landesgartenschau nicht viel besser als den Kollegen von der <a title="Bundespolizei Orchester" href="http://blog.blasmusik360.de/bundespolizeiorchester-der-landesgartenschau/" target="_blank">Bundespolizei</a>. Gedämpfte Temperaturen und graue Regenwolken konnten nur wenige Besucher zum Tag der Polizei auf die Gartenschau locken. Und dann kam auch noch eine große Konkurrenz durch das zeitgleich laufende Spiel von Deutschland bei der Fußball-WM dazu - wobei die Entscheidung für den Konzertbesuch auf jeden Fall die Richtige war.</p>
<p><span id="more-668"></span>&#8220;Mit vollen Segeln&#8221; begann das Konzert. Wer dabei allerdings an Carl Teike dachte, irrte. Denn der Komponist heißt in diesem Fall Klaus Strobel und stammt aus Tirol.</p>
<p>Auch mit dem zweiten Stück blieb das Musikkorps der Bayerischen Polizei in Österreich. Die Ouverture zu Johann Strauss&#8217; Fledermaus stand auf dem Programm. Darin konnte die Oboistin zeigen, dass sie mit ihrem Instrument weit mehr und auch schöner spielen kann, als nur eine Vuvuzela zu imitieren.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-669" title="polizei-klarinetten" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/06/polizei-klarinetten.jpg" alt="polizei klarinetten Polizeiorchester Bayern auf der Landesgartenschau" width="550" height="250" />Am Dirigentenpult stand in diesem Konzert nicht Professor Mösenbichler mit schwarzem Frack und roter Schärpe, sondern Franz Seitz-Götz in grün wie die meisten der Musiker. Aber aus den ersten Reihen war gut zu erkennen, dass sich tatsächlich an bestimmten Stellen die Augen weg vom Notenblatt hin zu ihm bewegten.</p>
<p>Beschwingt ging es im Programm weiter mit dem bekannten Ungarischen Tanz Nr. 5 von J. Brahms. Er wurde anfänglich des Ideenklaus bezichtigt, hatte aber nur eine bekannte Weise als Grundlage verwendet und entsprach dem Zeitgeist der Doppelmonarchie aus Österreich und Ungarn.</p>
<p>Das Programm war ein bunter Melodienstrauß aus allen Musikrichtungen. Das Musical war der nächste Programmpunkt: &#8220;West Side Story&#8221; von L. Bernstein, der eigentlich nur per Zufall bekannt wurde, als er vertretungshalber 1943 das New York Philharmonic Orchestra dirigieren musste. Bei &#8220;I wanna be in America&#8221; kamen Erinnerungen an das <a title="Neujahrskonzert Polizeiorchester Bayern" href="http://blog.blasmusik360.de/neujahrskonzert-des-musikkorps-der-bayerischen-polizei/" target="_self">Neujahrskonzert in Neubeuern</a> auf, als Kerstin Mösenender und Martin Kiener mit Gesang und mehr begeistern konnten.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-670" title="polizei-blech" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/06/polizei-blech.jpg" alt="polizei blech Polizeiorchester Bayern auf der Landesgartenschau" width="500" height="340" /></p>
<p>Bei Freiluftkonzerten werden öfter von den Zuhörern Wünsche an das Musikkorps herangetragen. Meist sollen dann Märsche gespielt werden. Und so hatte sich das Polizeiorchester Bayern für die Landesgartenschau den Pepita-Marsch von C. Neumann ausgesucht. Der Marsch war der Parademarsch für die Fußtruppe des 9. Sächsischen Infanterieregiments Zwickau - wohl nicht besonders bekannt, aber dennoch sehr schön anzuhören.</p>
<p>&#8220;It don&#8217;t mean a thing if it ain&#8217;t got that swing&#8221;, so der Titel des folgenden Stücks von Duke Ellington - also genau das Gegenteil zum Militärmarsch. 2 Alt-Saxophone und je ein Tenor- und ein Bariton-Saxophon zauberten, unterstützt durch die Trompeten aus dem Hintergrund, echten Big Band Sound auf die Bühne und ließen den Swing klingen. Dafür hatte auch noch einer der Flötisten das Instrument gewechselt und war am E-Bass zu finden.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-674" title="polizei-wiedemann" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/06/polizei-wiedemann.jpg" alt="polizei wiedemann Polizeiorchester Bayern auf der Landesgartenschau" width="220" height="271" />Ein guter Ansatz bringt Glanz im Spiel, so wird Harry James zitiert. Und wie sich das an der Trompete anhört, ließ Stefan Wiedemann im Stück &#8220;A Tribute to Harry James&#8221; eindrucksvoll hören. Von sanften Klängen bis in die höchsten Höhen war er unterwegs und wagte es, das Stück, das normalerweise von 2 Trompetern gespielt wird, alleine zu präsentieren, da sein Partner heute verhindert war.<br />
Aber ganz einfach machte es das Orchester dem Solisten nicht und deckte ihn zeitweise ein wenig zu.</p>
<p>Ein Stück, so bekannt wie das Kufstein Lied wurde als nächstes angekündigt. Es sollte der Samba Tico Tico sein, der von einem Vogel handelt, der das Maismehl im Getreidespeicher frisst. Kufstein - Tirol:  Freunden der Militärmusik Tirol kam möglicherweise das Klarinetten Solo von Werner Angermair zum gleichen Stück in den Sinn. Aber in Bayern ist Tico Tico ein Solo für den Saxophon-Satz, unterstützt von den Posaunen und garniert mit feinen Läufen in den Flöten.<br />
<img class="alignleft size-full wp-image-676" title="polizei-schlagzeug" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/06/polizei-schlagzeug.jpg" alt="polizei schlagzeug Polizeiorchester Bayern auf der Landesgartenschau" width="350" height="366" /><br />
Und da war sie auch schon fast wieder um, die Stunde Standkonzert des Orchesters der Bayerischen Polizei auf der Landesgartenschau. Der Marsch &#8220;Folies Bergères&#8221; von Paul Linke wurde als Schlußstück aufgelegt.<br />
Der Revuemarsch beschreibt das Etablissement in Paris, das am Anfang tatsächlich etwas mit Schäfern zu tun hatte, aber nicht lange mit Kraftmenschen, Ringkämpfen, Abnormitäten und anderenVorführungen für ausreichend Besucher anlocken konnte. Andere Attraktionen mussten her&#8230;<br />
Die fliegenden Notenblätter bei den Tuben waren sicher keine geplante Attraktion. Aber die Tonwellen, die durch das Orchester liefen und die Trompetensignale konnten gefallen.</p>
<p>Die Zuhörer waren begeistert von der Musik und wohl auch froh, dass die himmlischen Schleusen geschlossen blieben.<br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-678" title="polizei-stand" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/06/polizei-stand.jpg" alt="polizei stand Polizeiorchester Bayern auf der Landesgartenschau" width="650" height="248" /></p>
<p>Und so lag Dirigent Franz Seitz-Götz recht in seiner Annahme, dass es noch eine Zugabe sein sollte. Und was spielt das Musikkorps der Bayerischen Polizei? Den Bayerischen Defiliermarsch.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/polizeiorchester-bayern-der-landesgartenschau/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Tragegurt für Saxophon</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/tragegurt-fr-saxophon/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/tragegurt-fr-saxophon/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 22:13:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zubehör]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=659</guid>
		<description><![CDATA[Dass diese Hals-Tragegurte, die standardmäßig bei jedem Saxophon dabei sind, nicht das Wahre sind, dürfte klar sein. Vielleicht sind sie für ein Alt-Saxophon gerade noch erträglich, aber beim großen Tenor-Saxophon ist es nicht mehr angenehm, das ganze Gewicht mit dem Hals zu tragen. Einige Saxophonisten plagen sich mit Nackenschmerzen, was aber eigentlich nicht sein müsste. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass diese Hals-Tragegurte, die standardmäßig bei jedem Saxophon dabei sind, nicht das Wahre sind, dürfte klar sein. Vielleicht sind sie für ein Alt-Saxophon gerade noch erträglich, aber beim großen Tenor-Saxophon ist es nicht mehr angenehm, das ganze Gewicht mit dem Hals zu tragen. Einige Saxophonisten plagen sich mit Nackenschmerzen, was aber eigentlich nicht sein müsste. Denn es gibt durchaus Alternativen.</p>
<p><span id="more-659"></span>Es gibt verschiedene Tragegurte für Saxophone zu kaufen, die den Oberkörper umschließen und das Gewicht des Instruments auf mehrere Stellen verteilen. Da so ein Gurt richtig sitzen muss, gibt es sogar unterschiedliche Größen und Ausführungen für Frauen und Männer.</p>
<p>Zwischen 25 Euro und rund 70 Euro bewegen sich diese Tragegurte, die den Hals entlasten. Aber es gibt auch noch eine andere Alternative: Nämlich die Marke Eigenbau.</p>
<p>Wenn man &#8220;Hamster&#8221; war oder gerade einen Rucksack oder eine Tasche aussortiert, hat man das Material vielleicht sogar kostenlos zur Verfügung. Ansonsten kann man das feste Gurtmaterial und die Verschlüsse auch in der Kurzwarenabteilung bekommen. Fehlt also nur noch eine Bauanleitung, und die kommt hier.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-660 aligncenter" title="sax-tragegurt" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/06/sax-tragegurt.jpg" alt="sax tragegurt Tragegurt für Saxophon" width="500" height="406" /></p>
<p>In meinem Modell gibt es einen Gurt um den Oberkörper, der an der Seite  einen Verschluss aufweist. Das ist auch der einzige Einstieg, der  notwendig ist. Am Verschluss ist auch die Weite des Gurts regulierbar.</p>
<p>Dazu gleich ein Tipp aus der Praxis: Je nach System kann es sein, dass die Längenverstellung nur dann stabil hält, wenn die Gurte gerade gezogen werden.</p>
<p>Da der Oberkörper aber rund ist, funktioniert das nicht immer gut. Entweder muss der Verschluss dann vorne so weit wie möglich in der Körpermitte angebracht werden, oder man fixiert die Enden mit einem Klettband.</p>
<p style="text-align: left;">Am Rücken sind zwei Träger angebracht, die sich kreuzen und vorne an eine senkrechte Verbindung zum unteren Gurt anschließen. Diese beiden Träger sind oben auch in der Länge verstellbar.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-661 aligncenter" title="sax-tragegurt-ruecken" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/06/sax-tragegurt-ruecken.jpg" alt="sax tragegurt ruecken Tragegurt für Saxophon" width="500" height="418" /></p>
<p>Fehlt nun nur noch ein ebenfalls längenverstellbarer Riemen mit Karabiner, um das Saxophon zu befestigen:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-664 aligncenter" title="sax-tragegurt-riemen1" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/06/sax-tragegurt-riemen1.jpg" alt="sax tragegurt riemen1 Tragegurt für Saxophon" width="500" height="448" /></p>
<p>Mit dem Instrument schaut das Ganze dann so aus:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-665 aligncenter" title="sax-tragegurt-saxophon" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/06/sax-tragegurt-saxophon.jpg" alt="sax tragegurt saxophon Tragegurt für Saxophon" width="400" height="493" /></p>
<p>Seit ich diesen Gurt verwende, macht das Spielen deutlich mehr Spaß und geht auch gleich viel besser.</p>
<p>Wer also eine Nähmaschine hat und sich der Herausforderung stellen möchte, macht sich am besten erstmal ein Modell mit Geschenkbändern und Sicherheitsnadeln, damit er weiß, wie lang die Gurte jeweils sein müssen. Dann wird das Muster Schritt für Schritt mit den echten Bändern umgesetzt.</p>
<p>Das Nähen klappt mit einer 100er-Nadel ohne Probleme. Zwei Lagen sind nicht zu dick, auch wenn es natürlich immer mal die üblichen Probleme mit dem Transportieren gibt. Die offenen Kanten müssen immer gut versäubert werden, da das Material sehr leicht aufribbelt. Und bei der Belastung kann sich dann doch leicht mal eine Naht auflösen, weil plötzlich kein Material mehr da ist.</p>
<p>Ansonsten kann ich nur viel Spaß und Erfolg wünschen. Ein individueller Saxophon-Tragegurt ist halt doch was ganz Besonderes. Wer will, kann natürlich auch mit anderen Farben als schwarz arbeiten oder sich über Verziehrungen Gedanken machen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/tragegurt-fr-saxophon/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Neue Noten für Weisenbläser</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/neue-noten-fuer-weisenblaeser/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/neue-noten-fuer-weisenblaeser/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 17:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Noten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=652</guid>
		<description><![CDATA[Beim Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern gibt es seit wenigen Tagen neue Noten für Weisenbläser. Sie wurden am 11.6.10 an einem schönen, sommerlichen Abend im Garten vor dem Volksmusikarchiv vorgestellt.
&#8220;Bläserweisen aus dem Aschauer Tal&#8221; lautet die genaue Bezeichnung des Notenbüchleins, das in einer Ausgabe für 2 Flügelhörner und einer Ausgabe für ein Flügelhorn und ein Bass-Flügelhorn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim <a title="Volksmusikarchiv Oberbayern" href="http://www.volksmusik-archiv.de/" target="_blank">Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern</a> gibt es seit wenigen Tagen neue Noten für Weisenbläser. Sie wurden am 11.6.10 an einem schönen, sommerlichen Abend im Garten vor dem Volksmusikarchiv vorgestellt.</p>
<p><span id="more-652"></span>&#8220;Bläserweisen aus dem Aschauer Tal&#8221; lautet die genaue Bezeichnung des Notenbüchleins, das in einer Ausgabe für 2 Flügelhörner und einer Ausgabe für ein Flügelhorn und ein Bass-Flügelhorn vorliegt. Bei der Vorstellung gab es einen Sonderpreis von 5 Euro, während der reguläre Preis noch nicht festlag.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-653" title="weisenblaeser" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/06/weisenblaeser.jpg" alt="weisenblaeser Neue Noten für Weisenbläser" width="600" height="410" /><br />
Die musikalischen Väter der Bläserweisen sind Erich Gawlik (rechts im Bild) und August Riepertinger, der am Abend der Vorstellung leider in Berlin weilte. Als Schreiben der Noten hat sich Bernhard Kübler (vorne) betätigt. Die beiden Musiker waren in den Jahren 1992 und 93 viel gemeinsam in den heimischen Bergen unterwegs. Die schöne Landschaft und auch die Sennerinnen auf den Almen haben sie zu etlichen Weisen inspiriert, die nun geordnet zusammengetragen wurden. Die Auswahl war riesig, und so konnten Gawlik und Riepertinger auch einige Stücke wieder verwerfen, weil die Ähnlichkeit zu bereits vorgemerkten Weisen zu groß war. Und trotzdem, so Erich Gawlik in seinen Erklärungen, sei es für ihn immer wieder erstaunlich, wie viele verschiedene Stücke es gibt und dass dennoch immer wieder neue Ideen entstehen.</p>
<p>Für die Sammlung an Bläserweisen haben sie stets darauf geachtet, dass die Weisen auch von Hobby-Musikern gespielt werden können. So durfte die Tonart nicht zu kompliziert sein, musste aber andererseits auch von der Klangfarbe her zum Stück passen. Die meisten Weisen sind in C- oder G-Dur geschrieben. Ansonsten kommen noch F-, B- und Es-Dur vor, also kein Kampf mit ungewohnten Vorzeichen.</p>
<p>Aus der Sicht eines Hochblech-Anfängers lässt sich sagen, dass die 1. Stimme (im Heft für 2 Flügelhörner) meist bis zum g2 hinauf geht, also schon einen guten Ansatz erfordert. Die 2. Stimme bleibt tiefer, hat aber bei manchen Weisen zeitweise einen eigenen Rhythmus. Die 1. Stimme ist führend, d.h. es braucht wirklich ein Duo für einen interessanten Klang.</p>
<p>Das Duo aus Flügelhorn und Bassflügelhorn entspricht dem Gesang einer Männer- und einer Frauenstimme, während man sich bei zwei Flügelhörnern zwei Sänger oder Sängerinnen vorstellen kann.</p>
<p>Von der ersten Idee, die Weisen aufzuschreiben, bis zur Vorstellung hat es ein Weilchen gedauert. Aber dadurch sind die Stücke &#8220;reif&#8221; geworden. Und so kann sich das Heft wirklich sehen lassen. 49 Seiten mit 37 Weisen sind es geworden. Mit Ernst Schusser vom Volksmusikarchiv wurden unterschiedliche Anordnungen ausprobiert. Schließlich entschieden sich die Musiker dafür, die 1. Stimme auf der linken und die 2. Stimme auf der rechten Seite des Hefts anzuordnen. Da die Weisen unterschiedlich lang sind, findet man auf einer aufgeschlagenen Doppelseite eine längere Weise über 6 Zeilen oder zwei Weisen über je 3 oder 2 und 4 Zeilen.</p>
<p>Das Weisenblasen, so ließ der Leiter des Volksmusikarchivs die Zuhörer wissen, ist auf die Postillione zurückzuführen. Zunächst gab es nur Noten für eine Stimme, 4- und 2-stimmige Sätze folgten erst später. Auch die Namen, so wie wir sie heute kennen, wurden erst nach 1900 vergeben. Davor wurden die Stücke einfach als Walzer, Polka o.ä. bezeichnet oder durchnummeriert. Aber die Namen der vorliegenden Weisen von Chiemgauer Bläserweis&#8217;, Magdalena-Weis&#8217; oder Feichtecker Weis sind doch viel schöner, oder? Und wenn die Namen nicht von Bergen oder Ortsteilen aus der Heimat von Erich Gawlik und August Riepertinger stammen, sind es Frauennamen - von Heiligen bis zu einem Täufling, vielleicht aber auch der einen oder anderen Sennerin, wozu aber keine Details verraten wurden. Im Notenbüchlein gibt es aber zu jeder Weise eine (offizielle) Erklärung zur Herkunft.</p>
<p>Neben den almerischen Weisen findet man auch ein paar Weisen, die zu einem Berggottesdienst passen würden, 2 Arien, 2 Fanfaren und das Hornthema aus dem Freischütz.</p>
<p>Die &#8220;Bläserweisen aus dem Aschauer Tal&#8221; sind also durchaus vielseitig und allen Weisenbläsern wärmstens empfohlen. Wer in der Nähe von Bruckmühl im Landkreis Rosenheim wohnt, hat jeden Mittwoch die Gelegenheit, im Volksmusikarchiv Noten und auch CDs zu kaufen. Auch bei Veranstaltungen in ganz Oberbayern oder über den Postweg kann man an die Noten kommen.</p>
<p>Ich suche noch einen Partner zum Weisenblasen. Wer schon einen hat, dem wünsche ich viel Vergnügen beim Weisenblasen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/neue-noten-fuer-weisenblaeser/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Kabarettreifes Konzert von esBRASSivo</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/kabarettreifes-konzert-esbrassivo/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/kabarettreifes-konzert-esbrassivo/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 May 2010 19:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=641</guid>
		<description><![CDATA[Am Anfang erschien alles ein wenig traurig: Der nicht allzu große Saal des neuen Vereinsheims in Stephanskirchen fasste gerade mal 120 Stühle, und die waren dann nicht mal alle besetzt. Aber esbrassivo ist es gelungen, diese Situation mit all ihren Vorteilen optimal zu nutzen. Und so erlebten die rund 100 Besucher nicht einfach ein schönes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Anfang erschien alles ein wenig traurig: Der nicht allzu große Saal des neuen Vereinsheims in Stephanskirchen fasste gerade mal 120 Stühle, und die waren dann nicht mal alle besetzt. Aber esbrassivo ist es gelungen, diese Situation mit all ihren Vorteilen optimal zu nutzen. Und so erlebten die rund 100 Besucher nicht einfach ein schönes Konzert, sondern eine kabarettreife, interaktive Bühnenvorstellung des Blechbläserquintetts. Das aktuelle Konzertprogramm trägt den Titel &#8220;Blech für die  Welt&#8221;, aber die Welt muss nicht immer groß sein, wenn nur ihr Nabel da ist, wo <a title="esbrassivo" href="http://www.esbrassivo.de" target="_blank">esbrassivo</a> spielt&#8230;</p>
<p><span id="more-641"></span><img class="aligncenter size-full wp-image-642" title="karte-esbrassivo" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/05/karte-esbrassivo.jpg" alt="karte esbrassivo Kabarettreifes Konzert von esBRASSivo" width="589" height="207" /></p>
<p>Die esBRASSivo-Fanfare zur Eröffnung des Konzerts schien ein wenig überdimensioniert für den Saal und hätte in ihrer Würde eher eine Kirche oder einen großen Konzertsaal verlangt. Aber man muss nehmen, was da ist. Und man muss sowieso froh sein, dass es diese esBRASSivo-Fanfare überhaupt gibt. Denn wenn Marinus Brückmann den Zuhörern nicht gleich in seiner ersten Moderation einen Bären aufgebunden hat, dann wurde das Stück schon vor 15 Jahren vom Trompeter Josef Lang komponiert, aber erst vor einem Jahr per Zufall beim Aufräumen wieder gefunden&#8230;</p>
<p>Jedenfalls war mit dieser lockeren Ansage gleich das Eis gebrochen und klar, dass die 5 Blechbläser trotz ihrer ernst wirkenden schwarzen Anzüge kein steifes Kammerkonzert abliefern würden.<br />
Und daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Georg Friedrich Händel als nächstes auf dem Programm stand. Der &#8220;Einzug der Königin von Saba&#8221; wurde nämlich dem Nachwuchs der esbrassivo-Musiker gewidmet, auch wenn es sich dabei genaugenommen um 3 Könige und nur eine Königin handelt.</p>
<p>Mit der Filmmusik &#8220;Aus der Mitte entspringt ein Fluß&#8221; ging es im Programm weiter. Das Stück ist schon länger im Repertoire, denn es befindet auf der ersten CD von esbrassivo, von der vor der Pause des Konzerts nur noch 13 Stück im Angebot waren. Ob wohl die letzte CD tatsächlich für die angekündigten 580 Euro über den Ladentisch ging?</p>
<p>Das nächste Stück und sein Beiprogramm war im wahrsten Sinne des Wortes ein Knaller, bei dem nicht nur die jungen Besucher und Musikschüler auf ihre Kosten kamen. Zunächst verteilten die Musiker eigenhändig Papiertüten an die Zuschauer, je 2 pro Person, eine für die Generalprobe und eine für die Aufführung. Was war zu tun, um das nicht vorhandene Schlagzeug zu ersetzen? Klar - Papiertüte aufblasen und auf Kommando platzen lassen. Nur das mit dem Kommando oder dem einheitlich Hören auf selbiges war natürlich so ein Problem. Während die Generalprobe noch ganz gut klappte, nutzte jeder im echten Stück eine andere Stelle, um einen Tüten-Schlag loszuwerden. Aber eine Gaudi war es allemal, eine super Idee, die in dem kleinen Saal und bei der Nähe von Musikern und Publikum bestens zur Geltung kam.</p>
<p>Danach ging es aber wieder zurück zur Klassik. Wenn man Marinus&#8217; Legenden glaubt, dann wurden die Noten ebenfalls per Zufall in einer Mauernische des Hotel Sacher in Salzburg gefunden. &#8220;Für esbrassivo, euer Wolferl&#8221;, soll drauf gestanden sein&#8230;. &#8220;Eine kleine Nachtmusik&#8221;, sagte das musikalische Ohr nach wenigen Takten.</p>
<p>Und noch immer waren Papiertüten im Umlauf, was für Tom Stadler die Ansage des nächsten Stücks erschwerte - musste er doch irgendwie deutlich machen, dass sie eigentlich 7 Stücke hätten, aber trotzdem ein ganzes Stück spielen würden, aber von zwei Notenblättern, von einem nur zwei Seiten, vom anderen auch&#8230; Wie auch immer, heraus kamen die Westernhelden. Und man hörte sie förmlich reiten, das Horn hat mächtig Sporen gegeben und auch die Posaune ließ sich nicht lumpen, die Pferde vor dem geistigen Auge erscheinen zu lassen.</p>
<p>Die Melodie zu &#8220;Puttin&#8217; on the Ritz&#8221; kennt man. Wer dabei aber bisher an eine Ritze gedacht hatte, wurde von esbrassivo eines besseren belehrt. Es bedeutet, gut gekleidet zu sein - so wie die Bläser es auch waren. Und eine gute Figur machten sie natürlich auch hier wieder musikalisch mit sauberen Kontrasten zwischen piano und forte.</p>
<p>Den Abschluß des ersten Teil des Konzerts bildete - passend zum Ambiente des Saals des Trachtenvereins - eine Bläserweise von Josef Lang, der übrigens alle Stücke des Quintetts arrangiert hat.</p>
<p>Nach der wohlverdienten Pause für Bläserlippen ging es im zweiten Teil weiter mit der &#8220;Leichten Kavallerie&#8221; von Franz von Suppé, die alleine von der Länge her sicher nicht so leicht zu spielen war.</p>
<p>Ehrengäste gab es an diesem Abend keine zu begrüßen, allenfalls die zwei Steuerberaterinnen des Quintetts. Gerne hätten ihnen die Musiker beim &#8220;Libertango&#8221; rote Rosen überbracht, aber da ja Hände und Mund beim Spielen gebraucht werden, hatten sie davon dann doch Abstand genommen. Und der Tanz, der &#8220;verreckt&#8221; zu tanzen ist, hat es auch musikalisch in sich. Fast hätte man meinen können, jeder Musiker würde ein eigenes Stück spielen. Und die Tuba musste in diesem ganzen Durcheinander einen kühlen Kopf bewahren und gleichmäßig den Rhythmus durchspielen. Bei einem Jugendorchester hätte man sicher vermutet, dass ein paar falsch spielen, aber bei den Profis liegt dieser Gedanke natürlich fern.</p>
<p>Von Rosen war schon die Rede, und so war die Überleitung zu &#8220;The Rose&#8221; schon da. Und hier gab es wieder etwas Kabarett: Es begann ganz normal mit einem Hornsolo und 2 Flügelhörnern, die einen weichen Klangteppich lieferten. Nach dem Instrumentenwechsel bei Korbinian Weber auf die Trompete folgte sein Solo mit dem Flügelhorn von Josef Lang - so schön, dass die anderen drei nicht mehr auf ihren Stühlen zu halten waren und vor Ehrfurcht auf die Knie fielen. Und weil es so schön war, traten Korbinian und Josef anschließend nach vorne und gaben sich Hand in Hand vor dem virtuellen Traualtar das Hochblechbläser-Jawort&#8230;.</p>
<p>Wahrscheinlich hat eBay nach dem Konzert verwundert bemerkt, dass die Zugriffszahlen schlagartig angestiegen sind. Denn es musste doch geklärt werden, ob Tom Stadler tatsächlich als Mausi4711 gerade 3 seiner Tuben zu verkaufen versucht und wie sich die Preise entwickeln würden&#8230;.<br />
Derblecken gibt es also nicht nur in der Starkbierzeit, und als Draufgabe wurde dem Tom, Vater von zwei Söhnen, auch der &#8220;Zipfe Miche&#8221; gewidmet, ein ruhiger Zwiefacher, der mit einigen trompeterischen Glanzlichtern garniert war.</p>
<p>In der familiären, wohnzimmerartigen Atmosphäre konnten es sich die Musiker auch erlauben, das Verrücken ihrer Stühle und das Ausleeren des Wassers aus den Instrumenten richtiggehend zu zelebrieren und damit für den einen oder anderen Lacher zu sorgen. Umso schwieriger muss es aber gewesen sein, schlagartig wieder ernst zu werden und den 1. Satz von Bachs Brandenburgischem Konzert zu spielen.</p>
<p>Nach diesem Ausflug in die Klassik folgte ein Stück für die Vorstellungskraft der Zuschauer. Was stellt man sich bei &#8220;Music to watch girls by&#8221; vor? Marinus Brückmann verriet seine Version: Kuba, Strand, Zigarre - und dann schauen, wie die schönen Frauen vorbeispazieren. Ob Kuba oder nicht, man hat die Damenwelt tatsächlich flanieren sehen. Und alles war dabei - von schrillen Erscheinungen in hohen Schuhen vielleicht auch mit extravaganten Hunden bis zu gemütlichen älteren Damen - ein munteres Treiben auf der Promenade, das erst beim musikalischen Einbruch der Dunkelheit endete.</p>
<p>Damit endete aber weder das Konzert noch die Kabarett-Show. Ganz im Gegenteil, ein neuer Höhenflug stand an. In &#8220;Der rote Sarafan&#8221; zeigte Korbinian Weber zunächst seine Künste als Dirigent - komödiantisch natürlich - und gab seinen Kollegen die Einsätze. Dann musste er schnell den Schalter umlegen, sich umdrehen und sein atemberaubendes Trompetensolo zum besten geben. Wer ko, der ko, kann man da nur sagen.</p>
<p>Eigentlich hätte dieses Glanzlicht das Konzert beeinden sollen. Aber in Applaus und Begeisterung waren die 100 Besucher nicht zu toppen. Der Funke war dauerhaft von der Bühne ins Publikum übergesprungen, und die Begeisterung wurde nun auf die Bühne zurückgegeben.<br />
Eine Zugabe als lästige Pflichtübung und dann schnell heim, bei den paar Leuten? Nicht bei esbrassivo! Tom hatte mit seiner Tuba noch eine Rakete im Köcher. Angekündigt war der Tiger Rag, an den er bzw. ein früherer Nachbar von ihm schlechte Erinnerungen geknüpft hat. Warum wohl? Das wurde im Laufe des Stückes klar, denn es kam nicht zur Frage &#8220;Wo ist der Tie-cher&#8221;, sondern zur klaren Aussage &#8220;Tom ist der Elefant&#8221;&#8230;</p>
<p>Aber das reichte dem Publikum natürlich noch immer nicht, so dass auch noch Bachs &#8220;Kleine Fuge in G-Moll&#8221; auf die Notenständer geholt wurde - das Stück, wo Bach erst im 18. Takt das Pedal einsetzt, um angeblich seinen lädierten Meniskus zu schonen. Ob&#8217;s wahr ist oder nicht, sei dahin gestellt. Jedenfalls hatte der Tuba-Elefant nach seinem Solo und der Ansage noch ein wenig Verschnaufpause bis zu seinem Einsatz.<br />
Und selbst nach der dritten Zugabe war das Publikum noch nicht bereit, den Saal zu verlassen. So mussten die esbrassivos musikalisch den Mr. Sandman zu Hilfe holen, um das Publikum in das Reich der Träume zu entführen.</p>
<p>Über 2 Stunden Blechbläsermusik vom Feinsten, Musiker zum Anfassen und kabarettreife Einlagen - das Konzert war ein Erlebnis! Pech für die Mehrheit der Blechbläser der örtlichen Musikkapelle und alle anderen, das sie das verpasst haben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/kabarettreifes-konzert-esbrassivo/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Übungsdämpfer Silent Brass für Blechblasinstrumente</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/uebungsdaempfer-silent-brass-fuer-blechblasinstrumente/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/uebungsdaempfer-silent-brass-fuer-blechblasinstrumente/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 May 2010 18:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zubehör]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=633</guid>
		<description><![CDATA[Nicht jeder Blechbläser hat das Glück, in einem frei stehenden Landhaus zu wohnen oder einen schallisolierten Probenraum zu haben, wo er zu jeder Tages- und Nachtzeit üben kann. Meist gibt es Nachbarn, die nicht ständig mitbekommen möchten, wie sich die bläserischen Künste nebenan entwickeln. Und wer dann aus Sorge um die Nachbarn nur halbherzig in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht jeder Blechbläser hat das Glück, in einem frei stehenden Landhaus zu wohnen oder einen schallisolierten Probenraum zu haben, wo er zu jeder Tages- und Nachtzeit üben kann. Meist gibt es Nachbarn, die nicht ständig mitbekommen möchten, wie sich die bläserischen Künste nebenan entwickeln. Und wer dann aus Sorge um die Nachbarn nur halbherzig in sein Instrument hineinbläst, wird kaum brauchbare Töne hervorbringen - schon gar nicht in der Höhe.</p>
<p>Aber es gibt einen Ausweg aus diesem Teufelskreis: Den Übungsdämpfer &#8220;Silent Brass&#8221;, der hier genauer vorgestellt werden soll.</p>
<p><span id="more-633"></span>Der &#8220;Silent Brass&#8221;, wörtlich übersetzbar mit &#8220;stilles Blech&#8221;, besteht aus drei Teilen:</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-634" title="silent-brass" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/05/silent-brass.jpg" alt="silent brass Übungsdämpfer Silent Brass für Blechblasinstrumente" width="450" height="397" /></p>
<ul>
<li>Dem Dämpfer, der in den Schallbecher eingesteckt wird</li>
<li>der Schaltzentrale, genannt &#8220;Personal Studio&#8221;</li>
<li>und Ohrstöpseln</li>
</ul>
<p>Alle drei sind mit Kabeln verbunden. Das mag zwar in der heutigen Zeit, in der vieles bereits wireless geht, etwas altmodisch wirken, lässt sich aber wohl nicht anders lösen.</p>
<p>Zur Schaltzentrale wird eine Schlaufe mit Karabinerhaken geliefert. Wer sich also beim Üben bewegen möchte, klemmt sich das Kästchen am besten an die Gürtelschlaufe. Ansonsten lässt es sich leicht am Notenständer aufhängen. Ein bisschen Vorsicht ist natürlich angeraten, dass man nicht doch einmal über das Kabel stolpert oder mit dem Instrument eine Bewegung machen möchte, die über die Länge des Kabels hinaus geht.</p>
<p>Die Dämpfer unterscheiden sich natürlich je nach Instrument in Form und Größe. Das Bild zeigt die Ausführung für Trompete und Kornett, die jeweils größeren Brüder gibt es für Flügelhorn, Posaune, Waldhorn, Bariton und Tuba. Das Prinzip ist aber immer das gleiche:</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-635" title="trompete-silent-brass" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/05/trompete-silent-brass.jpg" alt="trompete silent brass Übungsdämpfer Silent Brass für Blechblasinstrumente" width="450" height="308" />Der Dämpfer wird in den Schallbecher eingeschoben und leicht festgedreht. Natürlich gibt es kein Gewinde, aber der Gummiüberzug an der Spitze des Dämpfers muss ein leichtes Quietschen von sich geben, wenn der Dämpfer fest eingesteckt ist. Andernfalls kann es nämlich passieren, dass er herausfällt, wenn man das Instrument (vor allem Trompete und Posaune) senkrecht hält. Und darauf sollte man es nicht allzuoft ankommen lassen.</p>
<p>Bei der Tuba und beim Bariton ist die Gefahr naturgemäß nicht so groß, und für Waldhörner gibt es extra eine Handschlaufe, mit der man einen stürzenden Silent Brass auffangen kann.</p>
<p>Wenn der Dämpfer in der richtigen Position ist, sollte man zunächst das &#8220;Personal Studio&#8221; einschalten und erst danach die Ohrstöpsel einsetzen. Dadurch erspart man seinen Ohren nämlich das Knacken, das das Einschalten auslöst. Aber  dann kann das Üben auch schon los gehen.</p>
<p>Die Lautstärke lässt sich über ein Rädchen regulieren. Außerdem kann man entscheiden, ob man den Ton klar oder mit einem leichten Hall hören möchte. Und wer einen Tonträger mit einem Playback-Sound besitzt, kann diesen an das &#8220;Personal Studio&#8221; anschließen und so die &#8220;Gemeinschaftsproduktion&#8221; ins Ohr bekommen.</p>
<p>Ausreden, dass man wegen der Nachbarn nicht üben konnte, gibt es von nun an also nicht mehr. Warum sind die guten Lehrer dennoch nicht so richtig begeistert vom Silent Brass? Weil man damit die Qualität des Tons nicht so gut beurteilen kann wie beim Spielen ohne Dämpfer. Das ist natürlich richtig, aber wenn es nur die Alternativen gar nicht üben oder üben mit Silent Brass gibt, ist letztere natürlich die bessere Wahl.</p>
<p>Für die Trompete kann ich noch die kleine Einschränkung anführen, dass das Instrument mit Silent Brass natürlich etwas schwerer wird, was aber kein Grund sein sollte, den linken Arm irgendwo abzustützen.<br />
Dass der Luftfluss mit und ohne Dämpfer unterschiedlich ist, wird auch immer wieder gesagt. Ich persönlich kann hier keinen Unterschied feststellen. Bei mir ist es eher so, dass ich der Luft mit Dämpfer mehr Schwung mitgeben kann, weil ich weiß, dass der Ton gedämpft wird. Ohne Dämpfer fehlt der gerade in höheren Lagen wichtige Schwung manchmal aus Angst, der Ton könnte zu laut werden.</p>
<p>Meine Erfahrung mit einem abwechselnden Üben mit und ohne Silent Brass sind sehr gut. Ohne Dämpfer hätten schon sehr viele Übungseinheiten ausfallen müssen, nicht nur die frühen und späten, sondern besonders die in den Anfängertagen, wo ja noch nicht alle Töne wirklich hörenswert sind. Die Investition hat sich also auf jeden Fall gelohnt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/uebungsdaempfer-silent-brass-fuer-blechblasinstrumente/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Konzert mit Harmonic Brass</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/konzert-harmonic-brass/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/konzert-harmonic-brass/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 May 2010 19:26:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=621</guid>
		<description><![CDATA[Auf der Landesgartenschau in Rosenheim gibt es nicht nur Blumen, sondern auch ganz tolle Konzerte. Eines davon führte heute die 5 Blechbläser von Harmonic Brass auf die Open Air-Bühne. Und der Wettergott meinte es gut, weit besser als der Wetterbericht. Und so war der Platz vor und rund um die Bühne auch sehr gut belegt.

Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Landesgartenschau in Rosenheim gibt es nicht nur Blumen, sondern auch ganz tolle Konzerte. Eines davon führte heute die 5 Blechbläser von Harmonic Brass auf die Open Air-Bühne. Und der Wettergott meinte es gut, weit besser als der Wetterbericht. Und so war der Platz vor und rund um die Bühne auch sehr gut belegt.</p>
<p><span id="more-621"></span></p>
<p>Als die ersten Töne erklangen, war von den Musikern noch nichts zu sehen. Sie machten aus dem ersten Stück einen Einzugsmarsch - festlich und anmutig.<br />
Blech-Kammermusik kündigte der Hornist in seiner zweiten Rolle als Moderator an, aber es ging natürlich nicht immer nur gemächlich barock dahin. Es war vielmehr eine Tour durch Paris, auf die Harmonic Brass die Zuhörer einlud - passend zur aktuellen CD &#8220;Bonjour Paris&#8221;.</p>
<p>Als Hommage an die Landesgartenschau ging es zunächst in die Schloßgärten von Versailles, wo 2 Piccolo-Trompeten die Wasserspiele zum Klingen brachten mit &#8220;Les Fontaines de Versailles&#8221; von M.-R. de Lalande.</p>
<p>Anschließend führte der Weg auf den Place des Vosges, dem Platz mit dem Lieblingscafé von Georges Bizet. Und Harmonic Brass ließ 3 Sätze aus Bizets &#8220;L&#8217;Arlésienne&#8221; hören. Im 1. Satz konnte das Horn solistisch glänzend, während im 2. Satz nach einem Seitenwechsel der Hochblechbläser vor allem Flügelhorn, Posaune und Horn in den Vordergrund traten.<br />
Der 3. Satz wurde schon vorher als französischer Tanz mit dem Namen Pharandole angekündigt. Die Bläser haben wohlweislich darauf verzichtet, unter dem Blasen auch noch zu tanzen. Denn das hätte nicht nur diverse Blechschäden, sondern auch Knoten in den Füßen gegeben. Die Posaune war der sehr aktive Taktmacher und die Grundlage für schnelle, darüberliegende Läufe der Piccolo. Für einen Tanz war es wild - sehr wild, und am Ende fast der Kampf, welches Instrument denn nun das Lauteste sei&#8230;</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-623" title="harmonic-brass-rilke" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/05/harmonic-brass-rilke.jpg" alt="harmonic brass rilke Konzert mit Harmonic Brass " width="500" height="445" />Nächste Station der musikalischen Paris-Runde war der Jardin du Luxembourg. Dort stand ein Kinderkarussel und eine Parkbank, was Rainer Maria Rilke zu einem Gedicht inspiriert hat. Und genau dieses Gedicht trug Hornist Andreas Binder vor, während die beiden Trompeter dazu abwechselnd eine feine Hintergrundmelodie lieferten. Eine tolle Idee und sehr schön gemacht!</p>
<p>Und wer Gedichte vortragen kann, kann auch Stücke für Blechbläserquintett komponieren. Das nachfolgende &#8220;Bonjour Paris&#8221; stammt nämlich aus der musikalischen Feder von A. Binder und stellt einen wilden musikalischen Streifzug durch die Stadt dar - abschließend gekrönt von einer Pirouette des Tubisten.</p>
<p>Was fiel bei dem Konzert bis hierhin auf? Der Tubist ist mit 2 Instrumenten auf der Bühne und wechselt sogar innerhalb eines Stücks zwischen beiden. Das kennt man ja sonst nur von den Hochblechbläsern, bei denen es aber wegen der Größe des Instruments deutlich leichter ist.<br />
Und die Notenständer wurden nur für das erste Stück gebraucht, danach ging alles auswendig. Für Profis normal? Für eine gute Stunde machbar? Aufgefallen ist es mir jedenfalls.</p>
<p>Die schönsten Filmmelodien standen als nächstes auf dem Programm. Die Einleitung bestand aus der Fanfare der Olympischen Spiele von 1984. Anschließend entführte uns Harmonic Brass in den Jurassic Park, zu Indiana Jones, Superman und mehr. Verschiedene Filme haben natürlich auch verschiedene Klangfarben - mal strahlende Trompeten und eine harte Basslinie, mal ein sanftes Flügelhorn mit einer ebenfalls sanften Piccolo.</p>
<p>Vom Film ging es ins Musical, ins &#8220;Phantom der Oper&#8221;. Auch diese eigentlich traurige Geschichte zeigte wieder die große Vielfalt der Blechblasinstrumente und der Bläser. Eine samtweiche Trompete ließ einen förmlich dahin schmelzen, bis das tiefe Blech stückbedingt Panik verbreiten musste. Nach einem kantigen Posaunensolo und einem Hornsolo war sie dann wieder da, die butterzarte Trompete - einfach schön!</p>
<p>Sie brauchen nun Pause, sagte der Moderator. Aber das war zum Glück nur im übertragenen Sinn gemeint, denn die Pause sollte mit den Konzertbesuchern gemeinsam in der &#8220;Menagerie du Jardin du Blanc&#8221;, dem Pariser Zoo verbracht werden. Und was sieht man im Zoo? Tiere natürlich. Und wie kann man die hören? Mit dem Karneval der Tiere von C. Saint-Saens.<br />
Nichts war da mit Pause, denn da drehten die Harmonic Brasser erst so richtig auf. Jeder Musiker durfte solistisch ein Tier darstellen, und es war auch die Gelegenheit, sich gegenseitig etwas auf die Schippe zu nehmen. Neja, eigentlich nahm 4 Mal der Hornist seine Kollegen auf die Schippe, während er es nur bei seinem Solo nicht verhindern konnte, dass ihm Gergely Lukács das Mikrofon wegschnappte&#8230;.ein bisschen Spaß muss sein.</p>
<p>Als Introduktion erklang der Königliche Marsch der Löwen als kleiner Wettstreit zwischen tiefem und hohem Blech und flirrenden Läufen im Horn und in der Tuba.</p>
<p>Das Küken im Quintett, Gergely Lukács, durfte (oder musste?) dann selbiges Tier mit der Trompete interpretieren. Sein Registerkollege spielte ja mit der Trompete schon sehr hoch, aber das Küken mit der Piccolo kam stets noch höher&#8230; so lange, bis Horn und Posaune dem Treiben ein energisches Ende bereiteten.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-624" title="harmonic-brass-tuba" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/05/harmonic-brass-tuba.jpg" alt="harmonic brass tuba Konzert mit Harmonic Brass " width="500" height="552" />Der Elefant kann natürlich nur von der Tuba vertont werden. Manfred Häberlein kam sogar von der Bühne herunter und nutzte die Schneise in den Zuhörerreihen, in der vorher der Laufsteg der Modenschau gestanden war, für Publikumsnähe. Ein dem Tier entsprechend behäbiger Tanz endete dann wieder auf der Bühne mit dem Trompeten des grauen Tiers - auch das geht also mit der Tuba.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-625" title="harmonic-brass-posaune" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/05/harmonic-brass-posaune.jpg" alt="harmonic brass posaune Konzert mit Harmonic Brass " width="220" height="391" />Thomas Lux mit der Posaune hatte anschließend das Wort und die Aufgabe, den Kuckuck darzustellen. Es war ein komödiantischer Kuckuck, der sich ebenfalls unter&#8217;s Publikum mischte und mit seinen 2 Tönen die große Show machen konnte - zur Begeisterung des Publikums.</p>
<p>Versteinerte Fossilien und ein klapperndes Knochengerüst gibt es auch im Karneval der Tiere, was zum Auftritt von  Hans Zellner mit seiner Piccolo führte.</p>
<p>Last but not least erschien der Schwan auf der Bühne - wirklich majestätisch dargestellt von Andreas Binder am Horn, während die Trompeten im Hintergrund die plätschernden Wellen machten durften. Fast hörte es sich ja so an, als würden die Trompeter Etüden blasen - war das Küken etwa doch so beleidigt, dass es nicht zum Schwan erkoren wurde? Wie dem auch sei, als Abschluß durften alle Tiere nochmal zum großen Finale antreten.</p>
<p>Das Ende der Reise nach Paris fand im Eurodisney statt, nochmal mit verschiedenen Filmmelodien. Und ausgerechnet bei &#8220;Versuch&#8217;s mal mit Gemütlichkeit&#8221; kam Bewegung auf die Bühne, bewegten sich die Musiker im Kreis und die beiden Tiefblechbläser in einem kleinen Tanz aufeinander zu.</p>
<p>Das Publikum war natürlich begeistert, und so kamen Harmonic Brass ohne Zugaben nicht von der Bühne. Und es war nicht einfach irgendeine Zugabe, sondern ein wahnsinniges Solo für Tuba. Was wie eine Polka begann, wurde dann zu &#8220;Mein Hut, der hat drei Ecken&#8221; für die Tuba. Wer jemals der Meinung gewesen sein sollte, dass die Tuba eh nur &#8220;Wupp-wupp&#8221; macht, wurde hier eines Besseren belehrt. Auf und ab und kreuz und quer ging es durch den ganzen Tonumfang der Tuba, in schnellsten Wechseln - Hut ab! Manfred Häberlein war offenbar komplett im Flow, denn er wollte gar nicht mehr aufhören. Abschließend führte er noch den tiefen Keller der Tuba vor - Pedaltöne vom Feinsten - und wenn ihn die Kollegen nicht mit einem scharfen Hochblechton geweckt hätten, würde er wahrscheinlich noch immer spielen&#8230;.</p>
<p>Die zweite Zugabe war schließlich noch eine Hommage an die Heimat - zumindest von 3/5 von Harmonic Brass - mit einer oberbayerischen Weise. Die schwarzen Fräcke passten zwar nicht dazu, aber laut dem Schneidermeister der vorher auf der Bühne durchgeführten Modenschau dürfen Fräcke sowieso erst abends getragen werden. Das Konzert war allerdings nachmittags&#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-627" title="harmonic-brass" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/05/harmonic-brass.jpg" alt="harmonic brass Konzert mit Harmonic Brass " width="700" height="226" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/konzert-harmonic-brass/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Bundespolizeiorchester auf der Landesgartenschau</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/bundespolizeiorchester-der-landesgartenschau/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/bundespolizeiorchester-der-landesgartenschau/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 May 2010 17:36:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=611</guid>
		<description><![CDATA[Die Konzerte des Bundespolizeiorchesters München auf der Rosenheimer Landesgartenschau gehörten sicher zu den Auftritten, die das Musikerherz nicht höher schlagen lassen. Aber Musiker zu sein ist eben auch mal ein ganz normaler Beruf, der gemacht werden muss, auch wenn die Bedingungen alles andere als toll sind.
Aber der 6. Mai 2010 war nun mal als Tag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Konzerte des Bundespolizeiorchesters München auf der Rosenheimer Landesgartenschau gehörten sicher zu den Auftritten, die das Musikerherz nicht höher schlagen lassen. Aber Musiker zu sein ist eben auch mal ein ganz normaler Beruf, der gemacht werden muss, auch wenn die Bedingungen alles andere als toll sind.<br />
Aber der 6. Mai 2010 war nun mal als Tag der Bundespolizei auf der Landesgartenschau Rosenheim ausgeschrieben, und so mussten neben Informationsständen, Hundestaffel, Hubschrauber und erfolgreichen Sportlern auch die Musiker aus München anrücken, um den Bürgern die Bundespolizei näher zu bringen. Aber wer geht an einem Mittwoch bei gerade mal 10 Grad und Regen schon tagsüber auf die Landesgartenschau?</p>
<p><span id="more-611"></span>Nur die Harten, die Dauerkartenbesitzer, die die Musik hören wollen, oder? Und die hatten zumindest das Glück, dass Petrus zur zweiten Konzertrunde um 14.00 Uhr wenigstens seine himmlischen Wasserhähne schloss. Und so konnte das Bundespolizeiorchester doch eine Stunde Blasmusik quer durch verschiedene musikalische Stilrichtungen zum Besten geben - auch wenn meist mehr Personen auf als vor der Bühne waren.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-613" title="lombardi" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/05/lombardi.jpg" alt="lombardi Bundespolizeiorchester auf der Landesgartenschau" width="249" height="400" />Christian Lombardi führte diesmal nur am Mikrofon und nicht an der Oboe durch das Programm. Ob es ihm dauerhaft auf der Bühne wohl zu kalt gewesen wäre? Jedenfalls konnte man sehen, wer von den Musiker eher friert und auf den dicken Anorak zurückgegriffen hatte.</p>
<p>Ein Melodienstrauß aus My Fair Lady kündigte uns der Moderator an - mit zwei Anknüpfpunkten zur Landesgartenschau: dem Satz mit &#8220;The rain&#8230;&#8221;, den das Mädchen üben musste - passend zum Wetter - und schöner natürlich &#8220;Es grünt so grün&#8230;&#8221;.</p>
<p>Als nächstes folgte die Schnellpolka &#8220;Vergnügungszug&#8221; von Johann Strauß. Ein anderes Verkehrsmittel mischte sich allerdings unerwartet akustisch ein - das Polizeimotorrad mit seiner Hupe&#8230;</p>
<p>Chick Corea, ein auch in Bayern aktiver Jazzpianist, war als nächstes von der Bühne zu hören. Seine Arrangements sind zwar für Sinfonieorchester, aber das lässt sich natürlich auch für ein großes Blasorchester umschreiben. Und so hörten die wetterharten Zuhörer &#8220;La Fiesta&#8221; mit einem Solo für Sopran-Saxofon.</p>
<p>Der nächstgrößere Sproß der Saxofon-Familie, das Alt-Sax, kam im nächsten Stück groß raus. F.-J. Kohlbeck sorgte bei &#8220;One Moment in Time&#8221; für die olympische Stimmung. Das Ganze, so Christian Lombardi, in einem Arrangement von Franz Gerstbrein, exklusiv für das Bundespolizeiorchester. Vielleicht muss das ja so sein, ist doch die Bundessportschule in Bad Endorf, 15 km von Rosenheim entfernt, die Schmiede unzähliger Olympioniken.<img class="alignleft size-full wp-image-615" title="kohlbeck" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/05/kohlbeck.jpg" alt="kohlbeck Bundespolizeiorchester auf der Landesgartenschau" width="171" height="350" /></p>
<p>Neben dem Bundespolizeiorchester mit Sitz in München gibt es übrigens noch zwei weitere Klangkörper dieser Art in Hannover und Berlin. Alle sind für Unterhaltungsmusik, bei Benefizkonzerten und internen Festakten der Bundespolizei zu sehen und zu hören, als großes Orchester, mit der Big Band oder in kleinen Besetzungen von 3, 5, 8 oder 13 Musikern.</p>
<p>&#8220;Artistery Jobs&#8221;, so der Titel des nächsten Stücks, das vom tiefen Blech angespielt wurde und ziemlich jazzig klang. Nach dem ruhigen Mittelteil aus den Klarinetten und anschließend auch den Querflöten und der einzigen Oboe folgte wieder ein Saxofon-Solo - diesmal vom großen Tenor-Saxofon. Eigentlich hätte im nächsten Stück dann noch ein Solo für Bariton-Sax folgen müssen, damit man alle Mitglieder der Sax-Familie gehört hätte.</p>
<p>Aber das hätte nicht zum letzten Stück gepasst. Denn &#8220;Unter Donner und Blitz&#8221; von Johann Strauß braucht die große Trommel und das Becken, um diese Wetterphänomene auf die Bühne zu zaubern. Ein Glück nur, dass sich Petrus nicht zum Nachmachen entschloss.</p>
<p>Wenig Zuschauer können natürlich nicht sooo viel Applaus geben. Und so gab es als Zugabe auch &#8220;nur&#8221; noch einen Marsch. Aber der nächste Programmpunkt, die Autogrammstunde mit den Bundespolizei-Sportlern war ja fest eingeplant, und wer nicht wieder ins Büro zurück musste, hatte ja kurz danach die Chance auf die Fortsetzung des Konzerts.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-617" title="bundespolizeiorchester-lgs" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/05/bundespolizeiorchester-lgs.jpg" alt="bundespolizeiorchester lgs Bundespolizeiorchester auf der Landesgartenschau" width="700" height="233" /></p>
<p>Wenn es eben für die Musiker nur Pflichtübung war, hatte es doch für die Zuschauer den Vorteil, dass sie das Orchester auf der auch seitlich offenen Bühne von allen Seiten betrachten konnten und nicht mal Gefahr liefen, dabei andere Zuhörer zu stören und nachher keinen Sitzplatz mehr zu finden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/bundespolizeiorchester-der-landesgartenschau/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Klarinettenschule von Bernd Schreiber</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/klarinettenschule-bernd-schreiber/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/klarinettenschule-bernd-schreiber/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 22:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Noten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=605</guid>
		<description><![CDATA[Hört man den Namen Schreiber im Zusammenhang mit Klarinette, denkt man sicher zunächst an die Schreiber Klarinetten. Aber hier geht es um Bernd Schreiber, Klarinettist bei den Bochumer Symphonikern,der schon seit fast 40 Jahren als Klarinettenlehrer tätig ist. Seine Unzufriedenheit mit den gängigen Schulen und all seine Erfahrung sind in seine eigene Klarinettenschule eingeflossen. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hört man den Namen Schreiber im Zusammenhang mit Klarinette, denkt man sicher zunächst an die Schreiber Klarinetten. Aber hier geht es um Bernd Schreiber, Klarinettist bei den Bochumer Symphonikern,der schon seit fast 40 Jahren als Klarinettenlehrer tätig ist. Seine Unzufriedenheit mit den gängigen Schulen und all seine Erfahrung sind in seine eigene Klarinettenschule eingeflossen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und Klarinettenlehrern und ihren Schülern empfohlen werden. Warum? Dazu gleich mehr.</p>
<p><span id="more-605"></span> <strong>Eckdaten</strong></p>
<p>Die Schule umfasst 194 Seiten und 153 Übungen. Sie ist wahlweise in gebundener Form oder als pdf-Datei für 30.- bzw. 15.- EUR erhältlich. Und beides ganz einfach online im <a title="Schreiber Klarinettenschule" href="http://www.schreiber-schule.de/shop/index.php" target="_blank">Shop der Schreiber-Schule</a>. Das ist wirklich ein innovativer Ansatz, und die eSchule gefällt mir sehr gut. Der Preis ist mehr als fair, und wer die Datei gekauft hat, kann selber entscheiden, ob er die Seiten mit einer Spiralbindung versehen oder lieber in einem Ordner verwahren möchte. Und sollte mal der Kaffee über ein paar Blätter verschüttet werden, kann man die Seiten bei der eSchule jederzeit neu ausdrucken. Viele Vorteile also für diese junge Darbietungsform von Dokumenten.</p>
<p><strong>Zielgruppe</strong></p>
<p>Die Schule richtet sich an Anfänger, die zum ersten Mal eine Klarinette in der Hand haben und begleitet sie auf ihrem Lernweg bis zu den höchsten Tönen des Instruments.<br />
Natürlich ist es immer ratsam, ein neues Instrument zusammen mit einem guten Lehrer zu erlernen, der nicht nur Anleitung und Tipps geben, sondern auch Fehler frühzeitig entdecken und korrigieren kann. Sollte aber keine Möglichkeit für wöchentlichen Unterricht bestehen, kann man mit dieser Schule sicher auch längere Intervalle ohne Lehrer überbrücken.<br />
Und ein Quereinsteiger von einem anderen Holzblasinstrument, vorzugsweise Saxophon, kommt mit der Schule sicher auch alleine recht weit.</p>
<p>Aber das ist höchstens ein Nebeneffekt, und in der weiteren Betrachtung soll es ausschließlich um Anfänger gehen.</p>
<p><strong>Inhalte</strong></p>
<p>Die Klarinettenschule von Bernd Schreiber kann man durchaus als &#8220;Rundum-Sorglos-Paket&#8221; bezeichnen. Man lernt nicht nur das Spiel mit der Klarinette, sondern auch gleich alles aus der <strong>Musiktheorie</strong>, was Noten auf einem Blatt Papier erst zu Musik werden lässt.<br />
Eine Grifftabelle, Tonleiterstudien und der Quintenzirkel bilden den Abschluß der Schule. Diese Seiten kann man als Besitzer der eSchule leicht mehrfach ausdrucken, damit man an mehreren Stellen darauf  Zugriff hat.</p>
<p><strong>Aufbau</strong></p>
<p>Für die ersten Gehversuche auf der Klarinette werden lediglich die Finger der <strong>linken Hand </strong>benötigt. Und um keinen Schüler durch die vielen Klappen zu verschrecken, werden zunächst nur Löcher gedeckt. Wer möglicherweise vorher Blockflöte gelernt hat, bleibt in der bisherigen Welt und kann bereits die Töne c, d, e, fis und g spielen. Und die reichen aus, um 9 Seiten mit Stücken und Liedern zu füllen.</p>
<p>Das mag auf den ersten Blick langweilig erscheinen, ist es aber nicht. Denn zu den 5 Tönen lernt der Schüler gleich die Notenwerte, Dynamik, Tempoangaben und Taktarten kennen. Wenn man sich die Realität in vielen Musikkapellen betrachtet, kann man es nur begrüßen, wenn Klarinettenschüler schon in den ersten Wochen lernen, was <em>p</em> bedeutet und wie es gespielt wird. Denn in der Höhe zwischen c1 und g1 geht das ja auch noch ziemlich leicht.</p>
<p>Im nächsten Schritt werden die Finger der <strong>rechten Hand </strong>beschäftigt - ebenso wie vorher nur, um Löcher zu decken. Damit werden die Töne h, a und g möglich. Auf den folgenden Seiten wird mit dem erweiterten Tonumfang geübt. Gleichzeitig erfolgt die Vorstellung von crescendo und decrescendo und die Darstellung der Betonung bei den unterschiedlichen Taktarten.</p>
<p>Auf Seite 44 und vor dem 44. Stück werden die Griffe für f1 und a1 eingeführt, bei denen erstmals Klappen benutzt werden müssen. Die Töne werden einfach benötigt, um noch 4 weitere Stücke spielen zu können, werden aber erst später richtig eingeführt.</p>
<p>Bei den Stücken handelt es sich überwiegend um Volkslieder, die zweistimmig geschrieben sind. Damit soll einerseits das alte Liedgut bewahrt und andererseits die Möglichkeit zum Zusammenspiel gegeben werden. Dadurch wird auch das Ohr geschult, indem auf Intonation und den Spielpartner geachtet werden muss.</p>
<p>Bis Seite 50 sind die Stücke vom Tonumfang übrigens auch für Trompetenschüler geeignet, da sich diese am Anfang ebenfalls in diesem Bereich am wohlsten fühlen - auch wenn das g1 meist nicht von Anfang an problemlos erreicht wird.</p>
<p>Der nächste Schritt führt den Klarinettenschüler zum Überblasen. Ein Griff erhöht den Ton mit gedrückter Überblasklappe ja um eine Duodezime (= 12 Töne). Natürlich ist es nicht ganz alleine mit dem Drücken der Überblasklappe getan. Damit beide Töne schön klingen, muss gleichzeitig auch etwas mit der Atmung gearbeitet werden.</p>
<p>Für den Anfang wird das Überblasen vom g, a, h und c1 auf d2, e, fis und g einstudiert. Dazu findet der Schüler zunächst verschiedene Übungen und anschließend drei interessante, längere Stücke.</p>
<p>Wer aufmerksam beobachtet hat, hat gemerkt, dass die kleinen Finger bisher noch Pause hatten. Das ändert sich ab Seite 55, wo zunächst der rechte kleine Finger auf der Bühne erscheint. Mit Überblasen werden gleich 4 neue Töne möglich: f/c2 und e/h1. Nach einigen Fingerübungen folgen 9 Seiten mit Liedern und Stücken, die alles andere als langweilige Etüden oder Kinderliedchen sind.</p>
<p>Auf diesen Seiten wird auch bereits erklärt, wie manche Töne durch Abdecken der Löcher mit der rechten Hand besser klingen können. Es ist wichtig und lobenswert, auf diese Dinge bereits frühzeitig einzugehen, da es ja nicht nach dem Motto &#8220;Wir nehmen jedes Geräusch&#8221; gehen, sondern ein möglichst feiner Ton aus der Klarinette kommen soll.</p>
<p>Alle weiteren Griffe, die im weiteren Verlauf der Schule eingeführt werden, kommen paarweise mit und ohne Überblasklappe. Dabei werden auch gleich Hilfsgriffe und die #- und b-Variante von Tönen mit Vorzeichen dargestellt.</p>
<p><strong>Und zwischen den Tönen und Übungen</strong></p>
<p>Da gibt es auch noch einiges Interessantes zu lesen und zu lernen. Aufgelockert wird der Stoff durch historische Zitate, die nicht nur zum Schmunzeln anregen, sondern natürlich auch einen wahren Inhalt aufweisen. Und dann geht der Blick immer wieder über den Tellerrand des eigenen Lernens hinaus. So wird die Familie der Klarinetten ebenso vorgestellt wie bekannte Klarinettisten oder Klarinettenbauer.</p>
<p>Und das Komponistenhistorama mit Namen und Epochen ist nicht nur für Klarinettisten interessant.</p>
<p>Man merkt wirklich, dass Bernd Schneider sein Metier ausgezeichnet kennt. So geht er auf besondere Schwierigkeiten wie Registerwechsel oder manche Triller gesondert ein und gibt auch interessante Tipps, die ich beispielsweise von meinem Klarinettenlehrer nie gehört und zum Teil erst in jüngster Zeit in guten Fortbildungsseminaren gelernt habe: Wie wichtig es ist, dass immer Luft durch das Instrument strömt oder dass man bei Tonstudien auf- und abgehen soll.</p>
<p>Einige Beispielseiten und zusätzliche Erklärungen hat der Autor auf seiner <a title="Klarinettenschule" href="http://www.schreiber-schule.de/klarinettenschule/klarinettenschule.php" target="_blank">Webseite</a> zusammengestellt. Danach sollten alle Zweifel beseitigt sein und der Weg direkt in den Shop führen. Ich jedenfalls kann die Schule uneingeschränkt empfehlen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/klarinettenschule-bernd-schreiber/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Wie Musiker mit Lampenfieber umgehen</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/wie-musiker-mit-lampenfieber-umgehen-koennen/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/wie-musiker-mit-lampenfieber-umgehen-koennen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 May 2010 15:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=603</guid>
		<description><![CDATA[Lampenfieber kennen wohl die meisten Musiker, die sich der Öffentlichkeit präsentieren. Mal ist es ausgeprägter, mal kaum spürbar. Und wenn man den Medien glauben darf, leiden ja sogar die ganz Großen der Pop-Musik unter Lampenfieber - kaum zu glauben eigentlich&#8230;
Eine gewisse Grundspannung ist sicher nicht schlecht, aber was kann man tun, wenn es zu viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lampenfieber kennen wohl die meisten Musiker, die sich der Öffentlichkeit präsentieren. Mal ist es ausgeprägter, mal kaum spürbar. Und wenn man den Medien glauben darf, leiden ja sogar die ganz Großen der Pop-Musik unter Lampenfieber - kaum zu glauben eigentlich&#8230;</p>
<p>Eine gewisse Grundspannung ist sicher nicht schlecht, aber was kann man tun, wenn es zu viel wird?</p>
<p><span id="more-603"></span><strong>Wie reagiert man auf Stress?</strong></p>
<p>Es gibt unterschiedliche körperliche oder psychische Symptome für Stress. Ihnen ist gemeinsam, dass sie willentlich nicht beeinflussbar sind und deshalb als unangenehm empfunden werden, egal, ob es sich um Schwitzen, kalte Hände oder weiche Knie handelt. Allerdings haben die Motive und Einstellungen durchaus Einfluß auf die Stressreaktion. Man kann sich nämlich auch selber durch Ungeduld, Perfektionismus, Einzelkämpfertum oder Selbstüberforderung unter Stress setzen.</p>
<p><strong>Die eigene Einstellung prüfen</strong></p>
<p>Die erste Maßnahme kann also darin bestehen, an seinen Motiven und Einstellungen zu arbeiten, z.B. mit mentalem Training.<br />
Vieles ist eine Frage der Sichtweise. Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Und so kann der Musiker wahlweise auf die 10 Stellen schauen, die im Stück gut gehen, oder auf die 2 Fehler, die immer wieder passieren.<br />
Sicherheit kann man erzielen, wenn man sich Gewohnheiten aneignet und durch Wiederholungen Denkmuster zur Routine macht.</p>
<p><strong>Vorbereitung eines Auftritts</strong></p>
<p>Was kann man nun konkret in der Vorbereitung auf einen wichtigen Auftritt tun?<br />
Natürlich sorgfältig üben und sich darauf vorbereiten, durch folgende Punkte:</p>
<ul>
<li>kleine Ziele festlegen</li>
<li>Üben nach Plan an schwierigen Stellen, aber auch Entspannung und Pausen einbauen</li>
<li>an verschiedenen Orten üben</li>
<li>ohne Unterbrechung durchspielen - so wie es im Auftritt auch sein wird</li>
<li>Umgang mit Fehlern trainieren</li>
<li>vor dem eigentlichen Auftritt schon andere Möglichkeiten zum Vorspielen nutzen und andere Meinungen einholen</li>
</ul>
<p><strong>Den negativen Gedanken ein Schnippchen schlagen</strong></p>
<p>Oft ist es ja gar nicht die Realität, die gegen uns ist, sondern es sind die eigenen Gedanken, die uns negativ beeinflussen. Was schiesst da so durch den Kopf?</p>
<ul>
<li>Ich könnte mich verspielen.</li>
<li>Das Publikum wartet nur darauf, dass ich einen Fehler mache.</li>
<li>Wahrscheinlich wird das Publikum nicht zufrieden sein.</li>
</ul>
<p>Und zu diesen Gedanken kommt dann gleich eine große Menge düsterer Konsequenzen, die man sich vor dem inneren Auge ausmalt:</p>
<ul>
<li>Man verliert an Ansehen - beim Publikum und auch bei den Musikerkollegen.</li>
<li>Man bekommt den Studienplatz oder die Stelle, für den/die man vorspielt, nicht.</li>
<li>Dem Publikum gefällt das Konzert nicht.</li>
</ul>
<p>Wenn man diese Denk-Ketten mit kühlem Kopf betrachtet, relativiert sich einiges davon. Denn jeder macht Fehler und man wird nie alle Menschen zufrieden stellen können. Und wenn jemand im Publikum im Konzert gähnt, kann das viele Gründe haben und bedeutet wahrscheinlich am allerwenigsten, dass er mit dem musikalischen Vortrag nicht einverstanden ist.</p>
<p><strong>Falsche Helfer gegen Stress<br />
</strong></p>
<p>Alkohol ist einer dieser falschen Freunde, mit denen man sich im Kampf gegen Stress nicht verbünden sollte. Auch Kaffee, Schokolade oder gar Medikamente gehören auf die Tabuliste. Man muss körperlich und geistig fit sein, und man ist ja, was man isst&#8230;.</p>
<p><strong>Vorbereitung kurz vor dem Auftritt</strong></p>
<p>Soweit möglich sollte man alle Stressfaktoren ausschalten, die man ausschalten kann. Alles, was man zum Auftritt braucht, vom Instrument über Noten, Notenständer bis hin zur Bekleidung und (eventuell) Frisur sollte frühzeitig geprüft und bereitgelegt werden. Dinge, die leicht kaputt gehen können, wie z.B. Klarinetten-Blätter, sollte man natürlich mehrfach bei sich haben, um im Fall des Falles nicht in Panik zu geraten.</p>
<p>Ausreichend Schlaf vor dem Auftritt, angemessenes Essen und Trinken sollten klar sein. Gerade bei Prüfungen kann es helfen, wenn eine vertraute Begleitperson dabei ist.</p>
<p>Dann geht es eigentlich &#8220;nur&#8221; noch darum, sich gut einzuspielen, sich positive Gedanken zu machen und sich zu konzentrieren. Idealerweise etabliert man immer die gleichen Abläufe, die automatisch die Konzentration fördern.</p>
<p><strong>Der Auftritt</strong></p>
<p>Steht man auf der Bühne, geht es nur noch vorwärts. Man sollte sich seiner Fähigkeiten sicher sein können und durch seine Haltung und Mimik Selbstsicherheit ausstrahlen.<br />
Sollte trotzdem ein Fehler passieren, sollte man sich daran nicht festbeißen, sondern einfach weiter spielen und nach vorne denken.<br />
Auch wenn die Anspannung hoch ist, darf ein Auftritt oder eine Prüfung auch Spaß machen. Im Idealfall erreicht man den Flow-Zustand. (Flow - ein interessantes Thema, das bald einen eigenen Beitrag verdient).</p>
<p>Und wenn es einmal gut geklappt hat, wird es sicher auch weitere Male funktionieren. Denn nichts macht erfolgreicher als Erfolg.</p>
<p>Hier noch zwei Buchtipps zum Thema Lampenfieber:</p>
<ul>
<li>Gerhard Mantel: &#8220;Mut zum Lampenfieber&#8221;, Schott Verlag</li>
<li>Linda Langeheine: &#8220;Lampenfieber adé&#8221;, Zimmermann Verlag</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/wie-musiker-mit-lampenfieber-umgehen-koennen/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Festkonzert des Grassauer Blechbläser Ensembles</title>
		<link>http://blog.blasmusik360.de/festkonzert-des-grassauer-blechblaeser-ensembles/</link>
		<comments>http://blog.blasmusik360.de/festkonzert-des-grassauer-blechblaeser-ensembles/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 13:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.blasmusik360.de/?p=591</guid>
		<description><![CDATA[30 Jahre ist es nun alt, das Grassauer Blechbläser Ensemble. Hans-Josef Crump hatte seinerzeit mit 3 Posaunisten zur Vorbereitung auf &#8220;Jugend musiziert&#8221; den Grundstein gelegt. Und er ließ es sich nicht nehmen, seine Reiselust als Pensionist an das Jubiläum anzupassen, zwischen Australien und Marokko Zwischenstopp in der Heimat zu machen und auch einige Stücke des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>30 Jahre ist es nun alt, das Grassauer Blechbläser Ensemble. Hans-Josef Crump hatte seinerzeit mit 3 Posaunisten zur Vorbereitung auf &#8220;Jugend musiziert&#8221; den Grundstein gelegt. Und er ließ es sich nicht nehmen, seine Reiselust als Pensionist an das Jubiläum anzupassen, zwischen Australien und Marokko Zwischenstopp in der Heimat zu machen und auch einige Stücke des Festkonzerts mitzuspielen.</p>
<p><span id="more-591"></span>An gutem Blechbläsernachwuchs mangelt es in Grassau nicht, und so tummelten sich bis zu 13 Musiker auf der Bühne im Innenhof von Schloß Amerang - wo es zum Teil schon recht eng wurde. Kein Wunder, denn neben den Musikern wurde auch alles an Instrumenten aufgeboten, was von Blechbläsern zum Klingen gebracht werden kann. Wobei die Hochblech-Bläser mal wieder den größten &#8220;Instrumenten-Zoo&#8221; zu bieten hatten.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-592" title="grassauer-instrumente" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/04/grassauer-instrumente.jpg" alt="grassauer instrumente Festkonzert des Grassauer Blechbläser Ensembles" width="600" height="291" /></p>
<p>Eröffnet wurde das Konzert mit einer Welt-Uraufführung, dem &#8220;Intermezzo per Ottoni&#8221; von Hans Kröll. Die darin enthaltene Acht ergab sich aus 4 Barockposaunen auf der Bühne und 4 Barocktrompeten auf der 1. Arkade. Pauke und Tamburin sind bei der Zählung wohl untergegangen&#8230;.<br />
Barockposaunen schauen recht interessant aus, fast ein wenig zerbrechlich mit ihren schmalen Schallbechern. Sie haben aber zumindest Züge, während die Naturtrompeten im Barock ja noch keine Ventile aufwiesen. Aber die Grassauer Profimusiker beherrschen natürlich auch diese Instrumentenvarianten.</p>
<p>An die Wurzeln der Blechbläserei führte auch das zweite Stück aus der Feder von Franz Kanefzky, dem Hornisten des Münchner Rundfunkorchesters.  &#8220;In prinzipio errat&#8221;, d.h. &#8220;Am Anfang war&#8221;, wie Moderatorin Sabine Sauer erklärte. Ja, und womit beginnt jeder Ton auf dem (Blech-)Blasinstrument? Mit dem Atem! Und so stellten sich die Musiker auch zunächst mit dem Rücken zum Publikum auf, drehten sich dann um und machten gemeinsam einige hörbare Atemzüge - so wie sie es vermutlich auch im Unterricht ihren Schülern beibringen. Danach folgten die Instrumente, die &#8220;nur&#8221; Naturtöne erzeugen können, nämlich die Alphörner und das Naturhorn. Sie wurden dann in der Musikgeschichte und auch auf der Bühne von den Ventilinstrumenten abgelöst, so dass 4 Posaunen, 4 Trompeten, 2 Waldhörner und eine Tuba das Stück zu Ende spielten.</p>
<p>Die Sinfonie aus <img class="alignright size-full wp-image-593" title="grassauer-sauer" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/04/grassauer-sauer.jpg" alt="grassauer sauer Festkonzert des Grassauer Blechbläser Ensembles" width="400" height="193" />&#8220;The Fairy Queen&#8221; von H. Purcell folgte als nächstes Stück. Peter Gassner wechselte hierzu wieder von der Tuba hinter die Pauken in der Nische - so wie es zwischen allen Stücken einen regen Wechsel von Positionen und Instrumenten auf der Bühe gab.<br />
Dieses Stück wies mehrere Teile auf, die das ganze Klangspektrum von fanfarenartig bis getragen zeigte.</p>
<p>Mit zauberhaften Wesen ging es beim nächsten Stück weiter. Aus Mendelssohn-Bartoldys Sommer-nachstraum wurde &#8220;Der Elfenspuk&#8221; als Solo für Waldhorn mit Christian Loferer angekündigt. Und bei der Musik konnte man sich die Elfen wahrhaftig vorstellen. Mit einem sanften Wechsel zwischen Waldhorn und Tiefblech tauchte die &#8220;Oberelfe&#8221; auf. 2 weitere Elfen am Hochblech wurden dadurch wohl geweckt, blinzelten zunächst kurz und wurden dann mit den beiden anderen Trompeten wach und gesellten sich zur Schar der Elfen dazu. So tanzten die Elfen musikalisch munter über die Bühne. Zum Ende des Spuks wurde es wieder sanfter, die Elfen müde und die Töne mit Dämpfer gedeckter - bis der Spuk aus war.</p>
<p>Musik aus Russland wurde als eine Spezialität der Grassauer Blechbläser genannt und natürlich auch vorgeführt. Den Anfang machte die Serenade Opus 48 von P. Tschaikowsy, eigentlich für Streichinstrumente geschrieben, aber von Hans Kröll für die Blechbläser adaptiert. Es ging mit einem breiten Fundament aus den Posaunen los, in das sich die Trompeten langsam einklinkten. Offensichtlich gab es im Stück einige Tempowechsel, denn Wolfgang Diem wurde zwischendurch immer mal wieder kurz zum Dirigent des Ensembles. Beeindruckend waren wilde Läufe, die mal von links von den Posaunen, mal von rechts von den Trompeten kamen. Zum Schluß kehrte wieder Ruhe ein, das Stück endete harmonisch. Und der Arrangeur hatte mit der Piccolo-Trompete den letzten Ton.</p>
<p>Zum Abschluß des ersten Teils des Konzerts kam ein bekanntes russisches Stück auf die Notenpulte, der &#8220;Second Waltz&#8221; von D. Shostakowitsch. Und er begann mit einem gespielten Witz, in dem sich nämlich die beiden Trompeter Hans Kröll und Matthias Linke in der Mitte als Solisten positionieren wollten. Aber in diesem Walzer führten eindeutig die Familie der Posaunen, was den beiden Trompetern rasch klar gemacht wurde. Das vier Mal wiederkehrende Motiv wurde jeweils von einem der Posaunisten übernommen. Johann Schmuck führte uns mit seiner riesigen Kontrabassposaune in den tiefsten Keller und kniete sich entsprechend auch hin. Wolfgang Diem klang dafür mit seiner kleinen Altposaune schon fast wie ein Hochblech.</p>
<p>Die Pause, in der die Musiker die Fräcke mit den weinroten Fliegen und Schärpen gegen schwarz/schwarz mit orangefarbener Krawatte tauschten, dauerte um einiges länger als geplant, da sich die Bühnenbeleuchtung kurzerhand verabschiedet hatte. Zunächst konnte man noch denken, es wäre Absicht, dass 3 Trompeter von der halbdunklen Bühne mit dem Signal aus dem &#8220;Einzug der Gäste auf die Wartburg&#8221; um den Einzug der Gäste in den Schloßhof bitten würden. Aber dann wurde klar, dass es sich tatsächlich um ein technisches Problem handelte, dass sich auf die Schnelle nicht beheben ließ.<br />
Aber die Profis liessen sich davon nicht beirren, packten die Notenpultlämpchen aus und spielten kurz und flott das Stück &#8220;Grassauer Zwiefacher&#8221;.</p>
<p>Auch das Posaunen-Quintett musste &#8220;Fly me to the moon&#8221; in schummriger Beleuchtung zum Besten geben - passend wohl zur geringen Helligkeit des sichelförmigen Mondes, der über Schloss Amerang am Himmel hing.</p>
<p>Es folgte eine lange Reise durch die Welt des Films, die Hans Kröll für die Grassauer Blechbläser zusammengestellt hatte. Vom Breakfast at Tiffany&#8217;s über den Baby Elephant Walk mit Flatterzunge und handgedämpften Trompeten bis hin zu Scharade waren etliche Filmklassiker vertreten.</p>
<p>Die Reise ging anschließend weiter nach Spanien. &#8220;Granada&#8221; mit Matthias Linke als Stier an der Trompete wurde von Sabine Sauer angekündigt. Dem sonnigen Süden entsprechend wurde es nun mit einem zusätzlich aufgestellten Strahler schon ein wenig heller. Und dann ging es los in der Arena - in die höchsten Höhen zunächst, die mit der Trompete erreichbar sind, und dann zur bekannten Melodie. Aber nicht nur der Solist hatte viel zu tun. Auch für die Posaunisten war viel Armarbeit angesagt - so viel, dass Wolfgang Diem ganz außen schauen musste, genug Platz für seinen Zug zu haben und den Notenständer nicht umzuwerfen. Und Matthias Linke kann nicht nur mit der Trompete zaubern, sondern er konnte auch die Beleuchtung bezirzen, ihn zum Schlußakkord ins rechte Licht zu rücken.</p>
<p>Damit war die Beleuchtung also wieder dem Festkonzert würdig. Und Johann B.(assposaune) Schmuck konnte sein Solostück &#8220;Despite all Spirits&#8221; gut beleuchtet präsentieren.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-594" title="grassauer-schmuck" src="http://blog.blasmusik360.de/wp-content/uploads/2010/04/grassauer-schmuck.jpg" alt="grassauer schmuck Festkonzert des Grassauer Blechbläser Ensembles" width="600" height="346" /></p>
<p>&#8220;Hora Staccato&#8221; ist ein rumänischer Volkstanz, der von G. Dinicu für Streicher geschrieben wurde. Aber Hans Kröll hatte auch dieses Stück für Blechbläser umgeschrieben und präsentierte es als Solist an der Trompete. Einen langsamen Walzer hatte er sich damit nicht ausgesucht, denn es war wirklich ein wilder Tanz durch alle Höhenlagen auf der Trompete.</p>
<p>&#8220;Musik von Herz zu Herz geben&#8221;, &#8220;Musik mit Qualität in allen Richtungen bieten&#8221; und das &#8220;im richtigen Ambiente&#8221;, so definierte Wolfgang Diem die Ambitionen der Grassauer Blechbläser. Und das war ihnen natürlich mit ihrem Festkonzert so großartig gelungen, dass sie ohne Zugaben nicht von der Bühne entlassen wurden.</p>
<p>Der &#8220;Jägerchor&#8221; aus dem Freischütz war als Solo für 2 Waldhörner die erste Zugabe. Der warme Klang der Waldhörner konnte verzaubern, und man sah die Jagdgesellschaft förmlich vor dem inneren Auge erscheinen. Der letzte Ton gehörte aber auch hier erneut der kleinen, frechen Piccolo-Trompete.</p>
<p>Als allerletztes Stück erklang dann noch eine Zugabe, die die Grassauer früher gerne gespielt hatten: &#8220;Guten Abend, gut&#8217; Nacht&#8221;, in dem die Posaunen wie Alphörner und die Trompeten wie Klarinetten klangen&#8230;zumindest zeitweise.</p>
<p>Es war ein langer, schöner Konzertabend. Und die Freunde und Fans der Grassauer Blechbläser treffen sich sicher zum Almkonzert zu Sonnwend am 20.6. auf den Grassauer Almen - auch wenn die Bläser gerade eine Brasilienreise vorbereiten und sich ein Konzert im Markusdom wünschen würden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.blasmusik360.de/festkonzert-des-grassauer-blechblaeser-ensembles/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>
