Erfahrungsbericht Bläserurlaub Bad Goisern 2009
Drei Klangperlen nahmen am Bläserurlaub 2009 in Bad Goisern teil.
Für Hella und mich war es das erste Mal, Marion war uns als Wiederholungstäterin um einiges voraus und konnte uns in vielen Dingen hilfreich zur Seite stehen.
Wir hatten uns entschieden, bereits am Samstag anzureisen. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt, so dass wir auf eine Wanderung verzichten mussten. Aber ein erstes vertraut machen mit Ort und Gegebenheiten war auch bei schlechtem Wetter möglich.
Am Sonntag war das Wetter bereits viel besser.
Zunächst einmal mussten wir uns in der Musikschule anmelden. Dort erhielten wir den Kursplan mit Angabe der Zeiten und Räumlichkeiten.
Anhand des Planes haben wir uns einen Tagesablauf zusammengestellt.
Angeboten wurden neben täglichem Unterricht
- Atemübungen
- Rhythmusübungen
- Entspannungs- und Konzentrationsübungen
- Konzentrationspraxis
- Elementares Ensemble
- Weisenblasen für Blechbläser
- Big Band
- Blechbläserensemble
- und noch einiges mehr
Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass jeder überall und zu jeder Zeit an allen Unterrichten/Veranstaltungen auch als Zuhörer teilnehmen konnte, was wir als sehr positiv empfunden haben. Auch beim Zuhören kann man eine Menge lernen.
Nach der Eröffnungsveranstaltung, bei der alle Musiklehrer vorgestellt wurden, haben wir uns dann in den entsprechenden Räumlichkeiten für Saxophon eingefunden.
Es standen 3 Saxophonlehrer zur Verfügung, und es waren insgesamt 20 Teilnehmer da.
Nach erfolgter Einteilung ging jede Gruppe mir ihrem Lehrer in den Unterrichtsraum.
Für jeden waren ca. 20 Minuten vorgesehen, damit sich die Lehrer einen Überblick über den Stand des Könnens verschaffen konnten.
In meiner Gruppe begann eine Teilnehmerin, die mit ihren 17 Jahren bereits seit 3 Jahren an der Musikhochschule studierte. Nach der Darbietung war ich zunächst mal derart eingeschüchtert, dass ich der Meinung war, dort komplett falsch zu sein und am besten wieder nach Hause fahren wollte.
So ging das dann der Reihe nach durch. Meine erste Befürchtung hat sich dann aber doch nicht bestätigt. Ich war nicht auf dem niedrigsten Niveau, aber es lagen etliche Klassen zwischen mir und den nächst Besseren.
Den Sonntag haben wir dann mit dem Dozentenkonzert in der Arena der neuen Landesmusikschule ausklingen lassen. Ich habe nicht gewusst, dass man einem Saxophon solche Töne entlocken kann…
Nachdem die Unterrichtsstunden für den nächsten Tag festgelegt waren, sind wir am Montag voll in unseren vorher festgelegten Tagesablauf eingestiegen.
Das sah dann so aus:
6.15 Aufstehen (von wegen Urlaub)
8.00 – 9.30 Rhythmusübungen
10.00 – 11.00 Unterricht
11.45 – 12.45 Mittagessen (es gab spezielle Angebote an 2 Standorten zu einem sehr guten Preis)
13.00 –14.45 Elenmentares Ensemble
15.00 – 16.45 Big Band
17.00 – 18.00 Atemübung
18.30.- 20.00 Einteilung in Saxophonensembles nach Leistungsstand mit anschießender Probe
Das war der Ablauf nach Plan, in der Realität haben wir dann bereits einige Kürzungen vorgenommen. Selbst dann waren wir, als wir gegen 20.30 wieder in unserer Ferienwohnung zusammen kamen, fix und fertig.
Darauf hin haben wir eine realistische Einteilung vorgenommen. Wir sind generell eine Stunde später in den Tag gestartet und haben die Big Band gestrichen. Denn dort tummelten sich hauptsächlich die Teilnehmer der besseren Gruppen.
Mein Fazit nach dem ersten Tag: Hier fahre ich so schnell nicht wieder hin.
Der Dienstag war dann schon um einiges entspannter.
Wir haben uns Eckpunkte aus Unterricht, Elementarem Ensemble und Saxophonensemble gesetzt und die Teilnahme an den anderen Angeboten nach Lust und Tagesform entschieden.
Der Unterricht war auf meinen Leistungsstand ausgerichtet. Man wurde von den Lehrern mit genauso viel Aufmerksamkeit bedacht wie die „Wunderkinder“. Alle Fragen und Probleme wurden sehr ernst genommen. Besonders hilfreich waren für mich die Hinweise und Korrekturen für Ansatz und Intonation. Ich weiss jetzt, dass ich einen richtig guten Ton spielen kann. Natürlich bedarf es noch etlicher Zeit und Übung, aber allein das Wissen darum, dass es geht, motiviert schon ungemein.
Die Abende waren gefüllt mir 2 Solistenkonzerten, einem Kirchenkonzert und der Kursparty.
Allesamt sehr hörenswert, konnte man doch Zusammensetzungen erleben, die man sonst nicht zu sehen und hören bekommt.
Der Bläserurlaub wurde dann am Samstag mit dem Abschlusskonzert beendet. Darbietungen aller Stilrichtungen und Zusammensetzungen waren zu hören und es war ein gelungener Abschluss. Schade nur, dass schon etliche Teilnehmer frühzeitig abgereist waren und sich teilweise mehr Musiker/innen auf der Bühne befanden als Zuhörer.
Wir haben jedenfalls bis zum Schluss ausgehalten und es nicht bereut.
Fazit nach der Woche: Ich habe eine Menge gesehen, gehört und gelernt. Die Leute waren alle nett und auch der Schwächste wurde ernst genommen. Es hat sich wieder einmal bestätigt, dass Musik verbindet. Eine erneute Teilnahme schließe ich für mich nicht aus.



